event"Color-Blindness" als Ideologie im Schulkontext (S)
person Birte Siem

Nächster Termin: Nächste Woche Donnerstag um 08:15 Uhr

Termine

wöchentlich | Donnerstag | 08:15 - 09:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 14.102 a Seminarraum | C 14.102 a

Studienplankontext

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)
30

Anmeldung

zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr

Personen

Inhaltliches

Deutsch
Color-blind ideology in the school context
keine

Eine Ideologie der Colorblindness beinhaltet u.a. die Annahme, dass alle Personen unabhängig von ihrer „Race“ oder ihrem natio-ethnokulturellen Hintergrund gleiche Chancen in einer Gesellschaft haben. Oftmals liegt dieser Ideologie eine wohlwollende Haltung zugrunde, die bemüht ist, statt Unterschieden zwischen Menschen deren Gemeinsamkeiten zu sehen. So eine "Wir sind doch alle gleich!"-Haltung ignoriert und negiert aber zugleich, dass unsere Gesellschaft von Rassismus und anderen gruppenbasierten Diskriminierungen und Ungleichheiten durchzogen ist.
Ziel des übergeordneten Forschungsprojekts, an das das Lehrforschungsprojekt angebunden ist, ist es, die Determinanten und Konsequenzen einer color-blind Ideologie in verschiedenen Berufskontexten zu untersuchen. Erste Ergebnisse eigner Forschung im Berufskontext Sozialpädagogik zeigen z.B. dass (angehende) sozialpädagogische Fachkräfte mit stärker ausgeprägter color-blind Ideologie berufsbezogene rassistische Vorfälle seltener als solche erkennen als Fachkräfte mit einer schwächer ausgeprägten color-blind Ideologie.
Ziel des Lehrforschungsprojekts ist es, an einer oder mehreren sich aus dem übergeordneten Projekt ergebenden offenen Fragestellungen anzusetzen und diese empirisch zu untersuchen. Dabei soll der Fokus auf dem Schulkontext und hier insbesondere auf den color-blind Ideologien von Lehrkräften liegen. Idealerweise bilden sich im Rahmen des Lehrforschungsprojekts interessengeleitet Kleingruppen heraus, die jeweils eine oder mehrere eigene Fragestellungen bearbeiten. Die Fragestellungen sollten sich mit quantitativen Methoden (z.B. einem standardisierten online-Fragebogen) untersuchen lassen und sich zu einem Gesamtprojekt zusammenfügen.

Ziel: Die Studierenden entwickeln in Kleingruppen theorie- und empiriebasiert eine oder mehrere eigene Forschungsfragen sowie ein forschungsmethodisches Design, mit dem die Forschungsfragen adressiert werden können. (Die Datenerhebung und -auswertung werden im nächsten Semester stattfinden.)

Das Lehrforschungsprojekt findet zweisemestrig statt und wird im WS 2026/27 fortgeführt. Eine regelmäßige Teilnahme über den gesamten Zeitraum von beiden Semestern ist von allen Teilnehmenden verbindlich zuzusagen, um den gemeinsamen Erfolg des Projekts gewährleisten zu können!

Evaluation

Die Lehrveranstaltung ist derzeit nicht zur Evaluation angemeldet.

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation-feedback.html

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