eventWie sind Subjekte in einer objektiven Wirklichkeit möglich? (S)
person Nils Ole Oermann, Johannes Soukup

Nächster Termin: Es finden keine Termine mehr statt.
Diese Veranstaltung stammt aus dem Sommersemester 2026!

Termine

Einzeltermin | Fr, 17.04.2026, 14:15 - Fr, 17.04.2026, 20:00 | C 11.308 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 18.04.2026, 10:00 - Sa, 18.04.2026, 19:00 | C 11.308 Seminarraum
Einzeltermin | So, 19.04.2026, 10:00 - So, 19.04.2026, 18:00 | C 11.308 Seminarraum

Studienplankontext

Kombinierte wissenschaftliche Arbeit
Schriftliche Ausarbeitung (90%)
Aktives Einbringen in das Seminar (10%)
Prüfungstermin: Dienstag, 30.06.2026
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Essay, 10-12 Seiten, siehe Hinweise Essay im Materialordner Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)
35

Anmeldung

zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr

Inhaltliches

Deutsch
In which Way Subjects are Possible in an objective Way?
keine

Philosophie des Geistes

Ich glaube, dass die Philosophie des Geistes heute das wichtigste Gebiet innerhalb der Philosophie darstellt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen etwa folgende Fragen:
Was verstehen wir unter Wirklichkeit? Müssen wie sie uns dualistisch oder monistisch vorstellen? Was bedeutet die Subjekt-Objekt-Spaltung? In welchem Sinne sind die Ergebnisse
der exakten Wissenschaften objektiv? Sind sie wahr? Was macht ein Subjekt zum Subjekt? Sind Subjekte spezielle Objekte? Gibt es eine objektive Realität? Ist eine Ethik von
Individuen nicht in sich widersprüchlich?. . .

Von der Philosophie des Geistes führt ein unmittelbarer Weg zu den heute brennenden Fragen sowohl der Wirtschafts- und Medizinethik, als auch der Solidargemeinschaft und der Neurologie; deswegen scheint mir das Thema für einen einführenden Kurs sehr geeignet.

An einem paradigmatischen Beispiel sollen die Studenten die Art des philosophischen Denkens vorgestellt bekommen, möglichst gut verstehen und - in seminaristischer Form -
selbst üben können.

Schriftliche wissenschaftliche Arbeit, 10-12 Seiten, inkl. Fußnoten und Literaturverzeichnis; keine besonderen Formatierungsvorgaben, einheitliche Zitierweise. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte dem pdf „Hinweise Essay“ im Materialordner.

Abgabe als pdf-Datei im Materialordner oder per E-Mail an: sybille.poeppel@leuphana.de


KURZ-GLIEDERUNG:

Wie sind Subjekte in einer objektiven Realität möglich?

0. Grundlegendes

0.1. Philosophie – was ist das?
0.2. Warum ist das Philosophieren so schwer?
0.3. Wozu brauchen wir das Philosophieren?
0.4. Wissen
0.5. Beweisen
0.6. Wahrheit
0.7. Glaube und Wissen
0.8. Aufklärung

I. Destruktives

1. Die heute herrschende Philosophie: Naiver Realismus
1.1. Innen-Außen-Dualismus
1.2. Zweieinhalb Jahrtausende
1.3. Perspektive des Nous

2. Kritik des naiven Realismus I – Selbst denken
2.1. Begriff der objektiven Realität
2.2. Abbildtheorie
2.3. Wahrheit und Wahrhaftigkeit
2.4. Objektivität der (exakten) Wissenschaften
2.5. „Sinn von Sein“
2.6. Nichts weggenommen
2.7 Bewußtsein ist die aktuale Wirklichkeit
2.8. Feuerbach
2.9. Sehen als Beispiel
2.10. „Gegenwärtiger Irrtum“
2.11. Streitgespräche
2.12. Andere Kulturen
2.13. Perspektiven (der Tiere)
2.14. Solipsismus

3. Kritik des naiven Realismus II – Exakte Wissenschaften
3.1. „Wahrheit“ als Alternativlosigkeit
3.2. Gegenwärtige objektive Realität
Exkurs I: Sprache und Wirklichkeit
3.3. Vergangene objektive Realität

4. Subjekte im naiven Realismus
4.1. Subjekte sind spezielle Objekte oder Körper
4.2. Das Geist-Materie-, Leib-Seele- oder Körper-Bewußtsein-Problem


II. Konstruktives

1. Wie oder womit beginnen wir?
1.1. Fundament – ohne Fundament geht es nicht
1.2. Wovon gehen wir bei unseren Überlegungen aus?

Exkurs II: „Drei Revolutionen der Denkungsart“

2. Was gibt es eigentlich?
2.1. Objekte
2.2. Welt
2.3. Leibhaftigkeit des Lebens

3. Zeit
3.1. Ursprung ist zeitlicher Begriff
3.2. Temporal-Zeit
3.3. Modal-Zeit
3.4. Verschränkungen der Modi

4. Zusammenhang und Sinn des Ganzen
4.1. Zuordnung der Entitäten zu den Verschränkungen
4.2. Ursprung oder Welt?
4.3. Diskretisieren und Integrieren

5. Subjekte
5.1. „Subjekte“
5.2. Die anderen Subjekte
5.3. Subjektivität als Sich-Fühlen
5.4. Subjekt als Selbst
5.5. Freiheit

Evaluation

Für diese Veranstaltung wurde eine Lehrevaluation angemeldet

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html

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