eventForschende und (natur)wissenschaftliche Revolutionen (S)
person Andreas Möller

Nächster Termin: Nächste Woche Montag um 10:15 Uhr

Termine

wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.111 Seminarraum

Studienplankontext

Kombinierte wissenschaftliche Arbeit
Präsentation (50%)
Ausarbeitung (50%)
Prüfungstermin: Mittwoch, 30.09.2026
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Seitenzahl der Ausarbeitung 10 + 2 * x, wobei x die Anzahl der Arbeitsgruppenteilnehmer:innen ist | Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)
35

Anmeldung

zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr

Personen

Inhaltliches

Deutsch
Researchers and Scientific Revolutions
keine

In diesem Seminar wollen wir versuchen, uns dem Faszinierenden des Forschens nähern – und wir wollen versuchen, die Menschen dahinter besser verstehen: ihre Lebensumstände, ihr Antrieb, ihre Texte im Original. Das erlaubt dann auch einen ganz anderen Zugang zu den Erkenntnissen. Dabei weist der zweite Teil des Titels der Veranstaltung darauf hin, dass Forschen und der Wissenszuwachs nicht linear sind; vielmehr hat Thomas Kuhn, Autor des Buches „The Structure of Scientific Revolutions“, darauf hingewiesen, dass es in der Forschung Phasen der Normalforschung und wissenschaftliche Revolutionen gibt, und das zum Beispiel auch in den Naturwissenschaften. Die Revolutionen sind natürlich besonders spannend. Aber können solche Durchbrüche überhaupt interessant sein? In dem Zusammenhang kann man nun seit einigen Jahren auf den Film „Oppenheimer“ verweisen. Zwar könnte man auch zu Oppenheimer im Seminar berichten, aber interessanter könnte das Umfeld Oppenheimer sein. Zu erwähnen ist, dass in einer Nebenrolle auch Richard Feynman und Albert Einstein auftreten. Leider wird in dem Film Lise Meitner nicht erwähnt, die für alles im Film die Grundlage beigesteuert hat: Kernspaltung und die dabei freiwerdende Energie. Oppenheimer liefert also den Rahmen für mindestens drei spannende Forschende, mit denen wir uns im Seminar befassen könnten: Albert Einstein, Lise Meitner und Richard Feynman. Nun soll da kein neuer Kinofilm entstehen, wir können uns aber auf ähnliche Weise ihrer Forschung nähern: Wie haben sie gelebt? Was haben sie geschrieben? Usw. Im Zusammenhang mit Einstein könnte man auch noch Planck oder Schwarzschild erwähnen. Aus Lüneburger Sicht interessant ist auch Bernhard Riemann, vielleicht auch Gauß und Euler. Auch grenzüberschreitende Verständigungen können sehr erhellend sein, etwa Alexander von Humboldt und Goethe oder auch Maturana und Luhmann.

Falls das Alte Sie nicht so anspricht, können Sie sich auch gern in aktuelle Revolutionen einklinken. Wie ging das eigentlich los mit den Block Chains? Oder: Was sind eigentlich die Word Embeddings? Und wieso ein so seltsamer Name? Vielleicht ein paar Schritte zurück: Hilbert, Gödel und Turing?

Sieht man sich die Ergebnisse der Forschung vor allem in den Naturwissenschaften ansieht, dann sind sie in der Sprache der Mathematik geschrieben, und wir müssen uns anstrengen, die zum Leben zu erwecken. Man denke an Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Oft beschreiben die Forschenden selbst, die sich erst mal ein Bild machen. Einstein sprach von Gedankenexperimenten, Feynman hat sich Visualisierungen wie die Feynman Diagrams überlegt. Besonders interessant sind auch Prinzipien.

Das Seminar ist somit der Versuch der Rekonstruktion von Erkenntnisprozessen der Forschenden, ausgehend von den Umständen, einfachen Überlegungen und ihren Publikationen: wenn man so will eine Art Storytelling. Wichtig: Es geht nicht darum, die Mathematik hinter der Forschung vollständig zu verstehen. Interessant ist aber zum Beispiel bei Einstein, dass er sich mit Mathematik befasst hat, um seine Theorien formulieren zu können, als Mittel zum Zweck.

Auf die Themen kommt es dabei gar nicht so sehr an. Daher können Sie auch andere Forschende vorschlagen, mit denen Sie sich immer schon mal befassen wollten. Der Schwerpunkt sollte aber bei den Naturwissenschaften liegen.

Wenn Sie sich für Thema entscheiden, dann sollte das Thema neu für Sie sein. Wer sich bei den LLMs auskennt, sollte sich vielleicht nicht in die Word Embeddings vertiefen!

Evaluation

Die Lehrveranstaltung ist derzeit nicht zur Evaluation angemeldet.

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation-feedback.html

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