Termine
| wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 13:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 11.319 Seminarraum | bitte einen passenden Raum für 25 Personen finden |
Studienplankontext
Schriftlicher Projektbericht (40%)
Reflexionsgespräch zum Seminarinhalt & Forschungsprozess (30%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Eingenommen wird die Perspektive der ProduktentwicklerIn ("eco design"). Arbeitsgruppen entwickeln neue Produkte oder Dienstleistungen, die auch Grundlage der Gründung eines Start-ups sein könnten. Es kommt in dem Zusammenhang auf das Konzipieren und die Konzeptanalyse an. In den Ingenieurwissenschaften ist das Konzipieren eine Synthese; das Ergebnis der Synthese muss dann einer Analyse unterzogen werden, hier der Konzeptanalyse. Mit anderen Worten: Das Konzipieren ist ein kreativer, romantischer Prozess, während die Konzeptanalyse dazu dient, verfolgenswerte Ideen von Schnapsideen zu trennen.
Die Konzeptanalyse soll auf der Basis von Life Cycle Assessment und Cradle-to-Cradle (C2C) erfolgen. In der C2C-Perspektive geht es darum zu prüfen, ob ein Produkte oder eine Dienstleistung mit dem Prinzipien von C2C verträglich ist, während das LCA eine Methode zur Abschätzung von Umweltwirkungen ist. Die beiden Perspektiven ergänzen sich in der Regel.
Das Seminar folgt damit der Erkenntnis, dass die kreativen Prozesse zwar nicht verschriftlicht werden können, aber ein entscheidender Schritt der Veränderung darstellen. Das führt zu der paradoxen Situation, dass überwiegend die Analyse verschriftlicht werden kann. Sie können also nicht schreiben, dass ein Teammitglied Heuschnupfen hatte, nach Helgoland reiste (wegen der guten Luft), dort eine schlaflose Nacht hatte und die entscheidende Idee am Morgen vor dem geistigen Auge erschien (das kann als Anekdote später mal nachreichen, wie bei Heisenberg 1925). Schreiben Sie also nicht: "Wir haben uns an der Uni getroffen, mit Mind-maps gearbeitet und folgendes Konzept überlegt,...". Das ist schade, denn Sie haben vielleicht 50% der Zeit damit zugebracht.
Ihre Überlegungen, Zwischenergebnisse und Ergebnisse werden dann einer kritischen Prüfung durch Externe unterzogen. Dazu werden wir die Kompetenzen von ExpertInnen auf den Gebieten C2C und LCA einladen. Formen von Zertifizierung und Critical Review haben sich sowohl bei C2C und LCA herausgebildet. So sind zum Beispiel zertifizierte Environmental Product Declarations (EPDs) für Baustoffe mittlerweile Standard.
Hier noch ein paar Beispiele: Wiederverwendbare Taschentücher mit einer kleinen Tasche zur Aufbewahrung, biologisch abbaubare Handy-Hülle, Rucksack aus Nylon, Fahrrad-Reifen mit zwei Schichten (die äußere Schicht ist biobasiert und biologisch abbaubar.
Das Seminar kombiniert verschiedene Aspekte der Gestaltung: das romantische Schaffen des Neuen, Wissen um Leitbilder zukünftiger gesellschaftlicher Wertschöpfung (hier C2C), Einsatz von formalen Methoden zur Bewertung (eigentlich nicht Bewertung, sondern Abschätzung von Wirkungen in der natürlichen Umwelt, hier LCA) und Fragen der Validierens und Zertifizierung.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation-feedback.html