eventRückspiegeldenken (S)
person Claus Pias

Nächster Termin: Nächste Woche Donnerstag um 16:15 Uhr

Termine

wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.001 Seminarraum

Studienplankontext

Mündliche Prüfung (15 Minuten)
Prüfungstermin: Mittwoch, 29.04.2026 - Mittwoch, 29.04.2026
Wiederholungstermin: : Keine selbständige Anmeldung zum Wiederholungstermin möglich. info_outline
Mittwoch, 31.03.2027 - Mittwoch, 31.03.2027
Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)
25

Anmeldung

zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr

Inhaltliches

Deutsch
Looking at the Present in a Rear View Mirror
keine

»In konventionellen Literatenkreisen ist es üblich, den Status des Buches und der Bildung in unserer Gesellschaft als unbequem zu empfinden. […] Auf die gleiche Art wird jetzt jede Aufmerksamkeit gegenüber den neuen Medien als ein optimistischer Akt betrachtet. Jeder, der seine intellektuelle Aufmerksamkeit einem neuen Medium zuwendet, muß ein Optimist sein, weil der Rückspiegelblick des Geistes aus dem 19. Jahrhundert in der Betrachtung der Literatur vorwiegend pessimistisch ist. Deshalb sage ich »Konjunktiv Imperfekt«. Sie sehen, es gibt nur zwei Möglichkeiten der Klassifizierung in ausschließlich literarischen Begriffen der Beziehung eines Menschen zu beinahe allem – man ist entweder ›dafür‹ oder ›dagegen‹. So einfach ist das. Wenn man also über das Buch schreibt, muß man dagegen sein, weil das Buch seine umfassende kulturelle Rolle langsam verliert. Wenn man über neu aufkommende Medien schreibt, muß man für sie sein. So ist es mit der westlichen Unterwerfung unter Tatsachen bestellt, daß die bloße Feststellung irgendeiner Tatsache bereits als ein feindlicher Akt betrachtet wird.«
Marshall McLuhan: »Testen, bis die Schlösser nachgeben – Gespräch mit Gerald Emanuel Stearn«, in: McLuhan: Für und Wider, hrsg. von Gerald Emanuel Stearn, Düsseldorf/Wien (Econ) 1969, S. 317-356.

Das Seminar ist forschungsorientiert: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählen jeweils eigene, einstmals "neue" Medien und rekonstruieren an diesen Beispielen, wie das jeweils "Neue" in Formen des Bekannten und der Kontinuität oder des Unbekannten und des Bruchs thematisiert wurde. Das Seminar erfordert also Neugier und Engagement bei der Beschaffung und Sichtung von Quellen. Zugleich werden historiographische Konzepte wie "Anachronismus", "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" usw. diskutiert, zu denen entsprechende Texte bereitgestellt werden.

Das Seminar thematisiert damit auf wissenschaftliche Weise einige Keywords der Leuphana: Wie funktioniert "Gegenwart verstehen"? (aktuelles Branding) Was bedeutet "Embraching Transformation"? (übergreifendes Forschungsprofil) u.a.

Verständnis für den Zusammenhang von Medien und kulturwissenschaftlichem Arbeiten; Notwendigkeit und Paradoxien medienhistorischen Arbeitens; Probleme der Gegenwartsverschlossenheit; Kenntnis von Debatten (am Bsp. McLuhan), die seit den 1960er Jahren bereits darüber geführt werden; Relevanz solcher Fragen für die Entwicklung eigener möglicher MA-Themen

Evaluation

Die Lehrveranstaltung ist derzeit nicht zur Evaluation angemeldet.

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation-feedback.html

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