eventKrise: Formen, Diagnosen, Möglichkeiten (S)
person Anne Gräfe

Nächster Termin: Es finden keine Termine mehr statt.

Termine

14-täglich | Mittwoch | 12:15 - 15:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 14.202 Seminarraum

Studienplankontext

Kombinierte wissenschaftliche Arbeit
Essay 1 (5-6 Seiten) (33%)
Essay 2 (5-6 Seiten) (33%)
Vortrag im Rahmen des Seminars (34%)
Prüfungstermin: Mittwoch, 30.09.2026
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)
35

Anmeldung

zentrales Verfahren zur Restplatzvergabe (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr

Personen

Inhaltliches

Deutsch
The Concept of Crisis: Forms, Diagnoses, Possibilities
keine

Das 20. und 21. Jahrhundert erscheinen als Zeitalter der Krise: ökonomische, ökologische, politische, technologische und psychische Erschütterungen markieren eine Gegenwart, in der Stabilität und Sinn zunehmend prekär werden. Doch „Krise“ ist nicht nur ein historisches oder gesellschaftliches Phänomen, sondern auch eine philosophische Kategorie – ein Moment der Entscheidung, der Offenlegung und der Möglichkeit. Von der antiken krisis als Scheidepunkt über die Moderne als Epoche der permanenten Krise bis hin zur zeitgenössischen Erfahrung struktureller Erschöpfung stellt sich die Frage, was an der Krise produktiv, destruktiv oder unvermeidlich ist.
Das Seminar nähert sich dem Begriff der Krise interdisziplinär, aber mit philosophischem Schwerpunkt. Zu fragen ist, wie sich der Begriff der Krise in Philosophie und Gesellschaftstheorie entwickelt hat und inwiefern Krise eine Grundfigur des modernen Denkens zu sein scheint? Das Seminar verfolgt daher die Entwicklung des Krisenmotivs in Philosophie, Sozialtheorie, Psychoanalyse und Kulturkritik und fragt nach der Dialektik von Zerfall und Neubeginn. Dabei wird deutlich, dass Krisen nicht nur äußere Erschütterungen gesellschaftlicher Systeme sind, sondern immer auch das Selbst- und Weltverhältnis des Menschen betreffen. Denn Krisen verändern das Verständnis des Subjekts in Bezug auf Grenzen aber auch auf die eigene Handlungsmacht. Aus diesem Grund richtet sich der Fokus nach eingehender Analyse des Krisenbegriffs daher auf das Subjekt als Ort und Symptom der Krise: auf Erschöpfung, Fragmentierung – und die Suche nach neuen Formen der Selbst- und Weltbeziehung, nach möglichen Momenten der Erkenntnis, der Transformation oder der Verantwortung.

Evaluation

Die Lehrveranstaltung ist derzeit nicht zur Evaluation angemeldet.

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html

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