Termine
| wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 1.209 Seminarraum | Bitte wegen des Hundes diesen Raum oder C1.312 |
Studienplankontext
grade [29606] Medienbildung und Kommunikation
Schriftlicher Zusatz (25%)
Sprecherziehung Aufbaumodul (50%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Diese Veranstaltung gehört zum Cluster »IBIWI_BALuL (3) Medienbildung«.
In diesem Cluster ist während der Losphasen eine Wahlmöglichkeit zugelassen.
Personen
Inhaltliches
Cybermobbing gehört zu den Herausforderungen, mit denen Lehrkräfte im schulischen Alltag zunehmend konfrontiert sind. Digitale Kommunikation verändert dabei nicht nur die Formen von Gewalt, sondern auch deren Dynamik: Beleidigungen, Ausgrenzung oder Bloßstellung können weit über das Klassenzimmer hinausreichen, dauerhaft sichtbar sein und durch die Beteiligung oder das Zuschauen anderer verstärkt werden.
Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage, was Cybermobbing auszeichnet, wie verbreitet es ist und wie es entsteht. Aktuelle Studien und theoretische Modelle bilden die Grundlage, um Ursachen, Motive und unterschiedliche Rollen im Cybermobbingprozess zu verstehen. Dabei nehmen wir nicht nur Täter:innen und Betroffene in den Blick, sondern betrachten Cybermobbing ausdrücklich als Gruppenphänomen. Welche Bedeutung haben Mitwissende, Zuschauende und Dulder – und wie können sie zu einer Veränderung der Dynamik beitragen?
Darauf aufbauend beschäftigen wir uns mit konkreten Möglichkeiten der Prävention und Intervention. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Beziehungsgestaltung, Selbstwahrnehmung und Selbstwert, der Umgang mit Beleidigungen im Netz sowie der No Blame Approach. Die Studierenden lernen unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten kennen, erproben diese praktisch und reflektieren ihre Einsatzmöglichkeiten und Grenzen im schulischen Kontext.
Ergänzt wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung durch verschiedene Praxisperspektiven. Erfahrungen aus Schulen sowie die Perspektive der Polizei ermöglichen einen Einblick in konkrete Fälle, Herausforderungen und Vorgehensweisen bei Cybermobbing. Auch rechtliche Fragestellungen und die Frage, wann Handlungen im digitalen Raum strafrechtlich relevant werden können, werden aufgegriffen.
Das Seminar verbindet damit aktuelle Forschung, theoretische Erklärungsansätze, praktische Übungen und Erfahrungen aus der schulischen Praxis. Ziel ist es, Cybermobbing differenziert zu verstehen, Handlungssicherheit im Umgang mit konkreten Situationen zu entwickeln und Möglichkeiten kennenzulernen, wie Schule präventiv tätig werden kann, ohne dabei die Beziehung zu den beteiligten Kindern und Jugendlichen aus dem Blick zu verlieren.
Wichtiger organisatorischer Hinweis:
Im Rahmen des Seminars nehmen wir gemeinsam an einem 90-minütigen Webinar von Law4School teil. Der Termin wird außerhalb der regulären Seminarzeit stattfinden (vermutlich mittwochnachmittags) und asap bekannt gegeben. Die Teilnahme an diesem zusätzlichen Termin wird von den Studierenden erwartet. Als zeitlicher Ausgleich entfällt die letzte reguläre Seminarsitzung.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html