Termine
| 14-täglich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2026 - 22.01.2027 | C 1.209 Seminarraum | Bitte wegen des Hundes diesen Raum oder C1.312 |
Studienplankontext
grade [29621] Einführung in die Grundschulpädagogik
Wiederholungstermin: : Keine selbständige Anmeldung zum Wiederholungstermin möglich. info_outline
Montag, 22.03.2027 - Samstag, 03.04.2027
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Diese Veranstaltung gehört zum Cluster »IBIWI_MA_GS(1)_Einf.GS.Päd«.
In diesem Cluster ist während der Losphasen eine Wahlmöglichkeit zugelassen.
Personen
Inhaltliches
Gewalt im schulischen Alltag ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Wann handelt es sich um einen Konflikt, wann um aggressives Verhalten und wann um Gewalt? Wie können Lehrkräfte problematische Situationen frühzeitig wahrnehmen und angemessen einordnen? Und vor allem: Wie können sie präventiv handeln und in schwierigen oder eskalierenden Situationen professionell reagieren?
Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst damit, Gewalt sehen und unterscheiden zu lernen. Dabei geht es darum, Situationen nicht vorschnell zu bewerten, sondern genauer hinzusehen und unterschiedliche Formen und Dynamiken von Gewalt zu erkennen.
Darauf aufbauend nehmen wir einen Perspektivwechsel vor: Statt ausschließlich das vermeintlich „auffällige Kind“ in den Mittelpunkt zu stellen, fragen wir nach der Funktion von Verhalten und den Bedingungen, unter denen es entstehen. Welche Bedürfnisse, Situationen oder Dynamiken können hinter aggressivem Verhalten stehen – und was bedeutet diese Perspektive für pädagogisches Handeln?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Prävention von Gewalt. Dabei betrachten wir insbesondere Beziehungsgestaltung, Klassenklima und schulische Strukturen als Ansatzpunkte. Zugleich beschäftigen wir uns mit Situationen, in denen Prävention nicht ausreicht: Wie können Lehrkräfte bei Eskalationen reagieren, Grenzen setzen und gleichzeitig die eigene Selbstregulation im Blick behalten?
Schließlich geht es um die konkrete Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen. Ansätze der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) werden aufgegriffen und auf herausfordernde schulische Gesprächssituationen übertragen.
Das Seminar verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit konkreten Situationen aus dem schulischen Alltag. Ziel ist es, Gewalt differenzierter wahrzunehmen und zu verstehen sowie Handlungsmöglichkeiten für Prävention, Deeskalation und Gesprächsführung zu entwickeln.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html