event1. Semester - Literatur – Theater – Performanz (Deutsch, Englisch, Kunst, Musik, Religion, GHR) (S)
person Ulrike Steierwald

Nächster Termin: Am 14. Oktober um 16:15 Uhr

Termine

wöchentlich | Mittwoch | 16:15 - 17:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 6.317 Seminarraum

Studienplankontext

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Losverfahren (mit Teilnehmerbegrenzung)
15

Anmeldung

zentrales Losverfahren (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr

Personen

Inhaltliches

Deutsch
Literature – Theatre – Performance (Deutsch, Englisch, Kunst, Musik, Religion)
keine

In den zwei Semestern, die die Veranstaltung „Literatur – Theater – Performanz“ umfasst, geht es um die Frage, was die Künste in ihren öffentlich wirksamen, gesellschaftlichen Räumen im wahrsten Sinne des Wortes bewegen können. In den heute global erstarkenden Autokratien und Diktaturen, in der wachsenden politischen Gewalt gegenüber Vielfalt und Abweichung, in der Diskriminierung von Minderheiten und ‚Andersdenkenden‘ wenden sich Aggression und Abwertung auch und insbesondere gegen das kritische Potential, das in den genuin offenen Fragestellungen der Künste liegt. Nicht zufällig ist parallel eine wachsende Wissenschaftsfeindlichkeit in Deutschland zu beobachten, denn auch die Wissenschaft muss sich der Komplexität ihrer Fragen ergebnisoffen stellen können.
Die Theatralität und Performativität der Künste ermöglichen in ihren kulturellen Räumen eine reflektierte Form der Auseinandersetzung mit normativen Verhärtungen, dem Primat ökonomischer Verwertbarkeit und Funktionalisierung und mit dem Bedarf nach einfachen Lösungen und ‚Führung‘ in Zeiten der Verunsicherungen und Ängste. Auch der durch verwertbare Zielorientierung bestimmten KI kann sich eine körperliche, physische Performativität des Sprechens, Schreibens und Denkens situativ und zugleich in Bewegung widersetzen.
Die im Seminar zu entwickelnden Themenfelder reichen von aktuellen Inszenierungen im zeitgenössischen Theater, Performances und Installationen der zeitgenössischen Kunst über postmigrantisches Schreiben, vielsprachige Spielräume, Kritiken anthropozentrischer Selbstermächtigung, genderfluide Körperbilder bis hin zur Geschichte bewegter Bilder und Körper im Film oder einer Theatergeschichte der Emotionen.

Das Projektband macht bewusst ein breites, aber methodisch klar definiertes Feld konkreter Themen auf, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, selbständig einen forschungsorientierten Ansatz zu entwickeln. Eine Vermischung der im Modul entwickelten Forschungsfragen mit der Praxisphase des Masterstudiengangs (im 2. Semester) ist nicht vorgesehen. Ein Forschungstransfer auf die Praxisfelder der Bildungssysteme bzw. Schulen ist aber möglich.

Prüfungsleistung 1: Erst bis spätestens 12. April 2026 abzugeben: Forschungskonzept (schriftlich, 50 %)
Prüfungsleistung 2: Anfang Juli 2026 - Inszenierung/Performance/Vortrag (mdl., 50 %)
Die Arbeit am jeweiligen Forschungsthema erfolgt semesterbegleitend und wird in Seminargesprächen, in Präsentationen und gemeinsamen Exkursionen entwickelt. Eine regelmäßige Teilnahme wird daher dringlich empfohlen.

Evaluation

Die Lehrveranstaltung ist derzeit nicht zur Evaluation angemeldet.

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html

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