Termine
| wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 5.109 Seminarraum |
Studienplankontext
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Der im 19. Jahrhundert entstandene Detektivroman ist eine moderne Literaturgattung, die gemeinhin der Unterhaltungsliteratur zugerechnet wird. Das ist insofern ein wenig ungerecht, als der Detektivroman eigentlich eminent ‚philosophische‘ Qualitäten besitzt, hat er es doch grundsätzlich mit zeichen- und erkenntnistheoretischen Problemen zu tun. So lässt sich die fiktive Welt im Detektivroman als ein mehr oder minder komplexes Gebilde aus Zeichen betrachten, deren richtige Deutung die Voraussetzung für die erfolgreiche Lösung des zu Beginn gestellten Mordrätsels ist. Von zentraler Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Spuren und Indizien, anhand derer der Detektiv das jeweilige Verbrechens rekonstruiert. Wie das funktioniert, weiß jeder Leser und jede Leserin von Conan Doyles gegen Ende des 19. Jahrhunderts erschienenen Sherlock-Holmes-Stories. Neuere, nach 1950 entstandene Detektivromane fordern dieses Muster heraus, indem sie zunehmend von unkonventionellen Methoden der Verbrechensaufklärung, wenn nicht sogar von nicht gelingenden Aufklärungsversuchen erzählen. Damit stellen sie die Durchschaubarkeit der modernen Welt mit den Mitteln der Ratio in Frage.
Anhand ausgewählter Detektiverzählungen von Arthur Conan Doyle bis Wolf Haas wird das Projektband im ersten Teil der Veranstaltung der skizzierten Problematik genauer nachgehen. Im zweiten Teil entwickeln die Teilnehmer*innen dann eigene kleine Forschungsprojekte zum Thema, deren Präsentation und Diskussion für den Abschluss der Veranstaltung vorgesehen sind.
Zur Einstimmung auf das Seminarthema eignet sich die Lektüre des folgenden Aufsatzes:
Richard Alewyn: „Anatomie des Detektivromans“. In: Der Kriminalroman. Poetik, Theorie, Geschichte. Hrsg. v. Jochen Vogt. München 1998, S. 52–72 (s. My Study, Reiter „Material“)
Prüfungselemente:
Forschungsbericht (50%)
Wissenschaftlicher Vortrag (50%)
Termine:
Prüfungstermin: Freitag, 2. Juli 2027
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Auseinandersetzung mit der literarischen Gattung des Detektivromans anhand ausgewählter Textbeispiele; Auseinandersetzung mit neueren Theorien zu den Konzepten "Rätsel", "Indiz" und "Spur"; Entwicklung eines eigenen kleinen Forschungsprojekts zu der im Seminar erarbeiteten Thematik
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html