Termine
| wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 3.121 Seminarraum |
Studienplankontext
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Diese Veranstaltung gehört zum Cluster »IFSP B.A. SozPäd - Forschendes Lernen «.
In diesem Cluster ist während der Losphasen eine Wahlmöglichkeit zugelassen.
Personen
Inhaltliches
Soziale Arbeit ist von komplexen, widersprüchlichen und oft nicht eindeutig lösbaren Situationen geprägt. Eine zentrale professionelle Kompetenz stellt daher die Fähigkeit dar, Ambiguitäten auszuhalten, produktiv mit Unsicherheit und Mehrdeutigkeit umzugehen und nicht in zu stark vereinfachende Denkmuster zu verfallen. Diese Fähigkeit wird als Ambiguitätstoleranz bezeichnet. Auch wenn verschiedene Studien darauf hinweisen, dass Ambiguitätstoleranz mit für die Soziale Arbeit wichtigen Kompetenzen (z.B. interkulturelle Kompetenz) oder Denkweisen (z.B. stereotypischen Überzeugungen) zusammenhängt, findet sich kaum empirische Forschung, die sich explizit mit der Ambiguitätstoleranz sozialarbeiterischer oder sozialpädagogischer Fachkräfte beschäftigt. In unserem Seminar werden wir uns daher mit der Frage beschäftigen, in welchem Ausmaß (angehende) Fachkräfte der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik Ambiguitätstoleranz aufweisen und von welchen Faktoren dieses Ausmaß abhängt.
Dazu werden wir uns in einem ersten Teil des Seminars (WiSe26/27) mit relevanten theoretischen Ansätzen und Forschungsbefunden zur Thematik auseinandersetzen. Darauf aufbauend werden wir gemeinsam eine quantitative Fragebogenstudie entwickeln, um Ambiguitätstoleranz bei (angehenden) Fachkräften der Sozialen Arbeit erfassen und untersuchen zu können. Im Laufe des Semesters setzen sich die Studierenden in Kleingruppen außerdem vertieft mit verschiedenen forschungsmethodischen Inhalten (z.B. Stichprobenziehung, Forschungsethik) auseinander und bereiten diesen Input in Form von Kurzpräsentationen für das Seminar auf. Außerdem werden wir die Fragestellung gemeinsam präzisieren.
Im zweiten Teil des Seminars (SoSe27) finden dann die Datenerhebung mittels einer Online-Studie sowie die Datenauswertung statt.
Der erste Teil des Seminars (WiSe26/27) dient a) der eigenständigen Recherche und Auseinandersetzung mit relevanten theoretischen Ansätzen und Forschungsbefunden zu Ambiguitätstoleranz, b) der Auseinandersetzung mit relevanten forschungsmethodischen Inhalten und c) der Anwendung des erworbenen inhaltlichen und methodischen Wissens bei der Konzeption einer empirischen quantitativen Fragebogenstudie zur Ambiguitätstoleranz (angehender) Fachkräfte und Studierender der Sozialen Arbeit.
Diese Veranstaltung des Moduls "Forschendes Lernen" läuft über zwei Semester und wird im SoSe2027 fortgeführt. Das Seminar wird durch ein Tutorium begleitet.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html