Termine
| wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 12.006 Seminarraum |
Studienplankontext
Test (60%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Die Anmeldung ist eingeschränkt auf folgende Gebiete oder Studiengänge:
- Leuphana Bachelor / Major Politikwissenschaft (ab Studienbeginn WiSe 24/25) / alle Semester
- Leuphana Bachelor / Major Politikwissenschaft (bis Studienbeginn WiSe 23/24) / alle Semester
- Leuphana Bachelor / Major Studium Individuale / alle Semester
- Leuphana Bachelor / Minor Studium Individuale / alle Semester
Personen
Inhaltliches
In diesem Seminar wird der ländliche Raum und seine Entwicklung erörtert: wodurch wird Politik im Ländlichen strukturiert und was sind derzeitige Probleme und Entwicklungen. Nach dieser allgemeinen Erörterung in die politischen Dynamiken, fokussieren wir uns auf Förder- und Subventionspolitik in ländlichen Regionen Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen dabei die europäische Kohäsions- und Agrarpolitik. Analysiert werden sowohl haushaltspolitische Entscheidungen als auch historische Hintergründe und aktuelle Herausforderungen. Diese Politikfelder werden auf europäischer Ebene, nationaler und auf regionaler Ebene gestaltet, und wir konzentrieren uns in diesem Kurs auf die Implementierung und Auswirkungen in ländlichen Regionen.
Den ersten Schwerpunkt des Seminars bildet die Kohäsionspolitik der Europäischen Union. Sie entstand in den 1970er Jahren aus dem Bestreben wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten insbesondere in ländlichen Regionen zu verringern und wurde im Zuge der unterschiedlichen EG/ EU-Erweiterungen erheblich ausgebaut. Die rechtlichen Grundlagen der Kohäsionspolitik sind in den Artikeln 174 und 175 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verankert. Zunehmend lässt sich jedoch beobachten, dass diese Zielsetzungen politisch umgedeutet und auch ausgehöhlt werden. Daraus ist ein grundlegender Konflikt über die Ausrichtung der Kohäsionspolitik entstanden, der vor allem zwischen Regionen, nationalen Regierungen und europäischen Institutionen ausgetragen wird und somit fern von BürgerInnen. Dabei hat die Kohäsionspolitik nicht unerhebliche Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Gestaltung ländlicher Räume, in welchen sich Bürgerinnen und Bürger ausgeschlossen und benachteiligt fühlen.
Im zweiten Teil des Seminars widmen wir uns der Agrarpolitik. Als ein zentrales Element der frühen europäischen Integration, rekonstruieren wir kurz die Entstehungsgeschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik in den 1960er Jahren. Anschließend werden zentrale Wendepunkte, sowie aktuelle Herausforderungen der Agrarpolitik diskutiert, die eng mit dem Klimawandel und der Übernutzung natürlicher Ressourcen verknüpft sind. Eine wichtige Rolle spielen dabei landwirtschaftliche Interessengruppen, welche erheblichen Einfluss auf die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik ausüben. Gleichzeitig ist die Agrarwirtschaft stets eng in lokale Kontexte und dörfische Strukturen eingebettet und leistet hier Landschaftspflege und allgemeine Versorgungsleistungen. Wie können wir diese Gruppierungen, Arbeitenden mit ihren Konflikten und Subventionen als Teil des Ländlichen verstehen?
Zur Analyse ziehen wir zunächst klassische Theorien und Analyseschemata (Integrationstheorien, Public Policy-Analysen) heran, um diese dann klar mit kritischen Ansätzen abzugrenzen. Die Analyse von Machtstrukturen und -dynamiken soll sodann im Vordergrund stehen: welche Akteurskonstellationen entscheiden Verteilungskonflikte und wie werden Aspekte der Good Governance ignoriert oder verbessert?
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html