Termine
| wöchentlich | Montag | 14:15 - 17:45 | 12.10.2026 - 28.11.2026 | C 5.325 Seminarraum |
Studienplankontext
schriftliche Seminararbeit (60%)
Wiederholungstermin: : Keine selbständige Anmeldung zum Wiederholungstermin möglich. info_outline
Samstag, 15.05.2027
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Personen
Inhaltliches
Form und Erfahrung: Film und das Melodramatische
Melodram – dieser Begriff weckt Assoziationen mit Filmen aus den 1930er- bis 1950er-Jahren, die sich durch hohe Dramatik und emotionalen Exzess auszeichnen; Tränen, übertriebenes Schauspiel und ein weibliches Publikum. Auch wenn einige der Filme in diesem Kurs dieser Beschreibung zu entsprechen scheinen, werden wir uns dem Melodram nicht als Genre, sondern als einer Frage nähern, die das gesamte Kino betrifft. Wir werden das Melodramatische sowohl als modernen (und modernistischen) Stil als auch als einen Modus bzw. eine Methode untersuchen, die konkrete historische Erfahrungen vermittelt. Dieser melodramatische Modus zeichnet sich durch reine Sichtbarkeit, äußere Zeichen und eine Konzentration auf Gestik und Bildarrangement aus. Als Vehikel für Erfahrungen steht der melodramatische Modus nicht im Gegensatz zum Realismus , sondern ist dessen integraler Bestandteil.
Der Kurs konzentriert sich zunächst auf das klassische Melodram und wird dann auf eine Vielzahl von Filmen von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart ausgeweitet. Die Filme dienen als Grundlage für kritische Analysen und theoretische Diskussionen, die sich mit den ideologischen Funktionen des narrativen Kinos, dem Realismus, dem Verhältnis zwischen Rasse, Geschlecht und Genre, nationalem und transnationalem Kino, Zuschauerschaft, digitalem Kino sowie Fragen der Autorschaft befassen.
Die Studierenden setzen sich mit einer Vielzahl von Filmen und filmtheoretischen Texten auseinander, aber auch mit benachbarten Kunstformen. Sie üben und vertiefen filmanalytische Fähigkeiten und erwerben ein tiefgreifendes Verständnis des Melodramatischen als filmische Methode. Der Schwerpunkt liegt auf kritischen filmtheoretischen Texten; die Studierenden üben sich in der kritischen Lektüre, wenden das Gelesene auf ein vielfältiges Filmrepertoire an und diskutieren den epistemologischen, ästhetischen und politischen Wert sowie die Bedeutung der verschiedenen filmtheoretischen Ansätze. Die Aufgaben sind darauf ausgerichtet, die kritischen und analytischen Schreibfähigkeiten der Studierenden weiterzuentwickeln.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html