Termine
| wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 11.320 Seminarraum |
Studienplankontext
schriftliches Teil (ohne Aufsicht) (50%)
Wiederholungstermin: : Keine selbständige Anmeldung zum Wiederholungstermin möglich. info_outline
Mittwoch, 05.05.2027
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Gasthörerprogramm
“Theologie”: Ist das nicht eine Uni-Sache? Und dann “Die Basis”: Ist die Basis nicht per Definition etwas, was sich jenseits aller Institutionalisierung befindet? Sind Theologie und Basisbewegungen überhaupt miteinander kompatibel oder eher wie Öl und Wasser?
Einerseits habe sich viele der wichtigsten theologischen Ansätze der letzten Jahrzehnten in Basiskontexten geformt: Die Befreiungstheologien, schwarze Theologie, Theology by the People, und vieles mehr. Andererseits ist es auch spannend und evtl. unangenehm zu beobachten, wie versuchend es ist, solche Ansätze ganz gemütlich im Elfenbeinturm zu führen. Und dieser Spannung kann mit einer anderen gekreuzt werden: Theologie auf der Basis gleich nicht demokratiefähige Glaube oder gerechtigkeitsorientierte Religion, sondern kann gleich wohl populistische Tendenzen fördern. In solchen Fällen ist die distanzierte, wissenschaftliche Analyse von großer gesellschaftlicher Bedeutung.
Im Seminar wird diesem Verhältnis am Beispiel von klassischen und neueren Basistheologien nachgegangen, und mit einem Fokus auf Kontexten bzw. Instanzen vom Protest als Ort des Theologisierens auf der Basis.
Lernziele dabei sind, unter anderem: Erstens, theologische Begriffe, Denktraditionen und Interpretationshaltungen in gelebten Kontexten zu erkennen und sie biblisch wie theologiegeschichtlich einzuordnen. Zweitens, spezifisch die befreiungstheologische Argumentation rekonstruieren zu können, warum Gott auf der Seite der Armen steht— was wird damit gemeint und wie sind Befreiungstheologien darauf gekommen? Drittens, wie ist die Aussage zu verstehen, dass Gott schwarz ist oder dass Gott queer ist? Viertens, zu erkundigen und proben, was heißt es, um mit Dorothee Sölle zu sprechen, dass jeder theologische Satz ein politischer Satz sei? Fünftens, eigene Stellung zur Relevanz der Theologie und der Basis für einander nehmen zu können.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html