Termine
| wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 14:00 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 5.311 Seminarraum |
| Einzeltermin | Fr, 22.01.2027, 10:00 - Fr, 22.01.2027, 18:00 | C 40.146 Seminarraum | This session is planned as a semi-public workshop which is why we need space for ca. 40 people. |
Studienplankontext
Final Research Report (70%)
Wiederholungstermin: : Keine selbständige Anmeldung zum Wiederholungstermin möglich. info_outline
Mittwoch, 30.06.2027
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Jagd ist in Europa eine soziale Praxis, die von Vorstellungen von „Natur“ und Wildnis, Eigentum, Macht, Männlichkeit und Verantwortung geprägt ist. In der Gesellschaft wird sie kontrovers diskutiert: als Ausdruck von neuer Naturnähe und ökologischer Verantwortung, aber auch als gewaltsames und unzeitgemäßes Töten von Tieren. Nicht nur diese Spannungen machen die Jagd zu einem interessanten und aktuellen Forschungsfeld für die empirische Kultur- und Sozialforschung, die das Thema bislang erstaunlich stark vernachlässigt.
Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene und thematisch interessierte Studierende, die qualitativ-empirische Forschung erlernen möchten. Es verfolgt einen kultursoziologischen Ansatz, der die Jagd als ein heterogenes Feld von Deutungsmustern, situierten Praktiken und Konflikten begreift, die es empirisch zu erschließen gilt.
Im Zentrum des Seminars steht die Entwicklung und Durchführung eines eigenen Forschungsprojekts. Die Studierenden arbeiten einzeln oder in Kleingruppen und entwickeln eine Forschungsfrage, die sie im Verlauf des Semesters empirisch weiterverfolgen. Schwerpunkte können beispielsweise die Selbstverortung von Jäger*innen, Prozesse des Wandels, die Darstellung der Jagd in den (sozialen) Medien, Mensch-Tier-Beziehungen, die Bedeutung von Trophäen oder das Verhältnis von Sorge und Gewalt sein. Zwei methodische Erhebungsverfahren werden im Seminar vertieft behandelt: qualitative Interviews und ethnografische Beobachtungsverfahren. Die Studierenden führen Forschungstagebücher, erheben eigene Daten, analysieren sie im Hinblick auf ihre Fragestellung und dokumentieren sowie reflektieren den Forschungsprozess schriftlich.
Der Ablauf des Seminars ist folgendermaßen: In den ersten Wochen eignen wir uns historische, theoretische und empirische Perspektiven auf die Jagd an, um einen Überblick über das Themenfeld zu gewinnen und Ideen für bearbeitbare Forschungsfragen zu entwickeln. Parallel wird in methodische und forschungspraktische Grundlagen eingeführt. In der zweiten Semesterhälfte arbeiten die Studierenden verstärkt an ihren Projekten, wobei sie regelmäßig im Seminar ihren Stand (und Schwierigkeiten) vorstellen und in Diskussionen Feedback erhalten. Der Fokus liegt auf der selbstständigen, forschungsorientierten Arbeit unter fachlicher Begleitung. In einem ganztägigen Workshop zum Ende des Semesters (22. Januar 2027) sollen die laufenden Projekte präsentiert und zum Austausch über Jagd in der Gegenwart eingeladen werden. Rahmen und Format des Workshops erarbeiten wir gemeinsam im Seminar.
Studierende lernen die verschiedenen Schritte eines vollständigen, qualitativ-empirischen Forschungsprozesses kennen und lernen, jeweils Entscheidungen zu treffen und diese zu reflektieren.
Erlernen von Methodenkompetenz und -praxis; Vertieftes Kennenlernen und Einüben verschiedener Datenerhebungs- und Auswertungsverfahren (z.B. Interviews, Beobachtung, Grounded Theory, rekonstruktive Analyse); Reflexion des Beobachtungsstandorts und der Position als Forschende; Lernen, eine ethnografische Haltung einzunehmen; erste Erfahrungen mit Wissenschaftstransfer
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html