Termine
| Einzeltermin | Fr, 16.10.2026, 14:15 - Fr, 16.10.2026, 15:45 | C 40.108 Seminarraum |
| Einzeltermin | Fr, 20.11.2026, 14:15 - Fr, 20.11.2026, 17:45 | C 14.202 Seminarraum |
| Einzeltermin | Sa, 21.11.2026, 10:15 - Sa, 21.11.2026, 17:45 | C 40.256 Hybridraum |
| Einzeltermin | Fr, 11.12.2026, 14:15 - Fr, 11.12.2026, 17:45 | C 40.256 Hybridraum |
| Einzeltermin | Fr, 15.01.2027, 14:15 - Fr, 15.01.2027, 17:45 | C 40.256 Hybridraum |
| Einzeltermin | Sa, 16.01.2027, 10:15 - Sa, 16.01.2027, 15:45 | C 40.256 Hybridraum |
Studienplankontext
Glossary Entry (70%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr
Diese Veranstaltung gehört zum Cluster »Komplementärstudium«.
In diesem Cluster ist während der Losphasen eine Wahlmöglichkeit zugelassen.
Und in der Entscheidungsphase 3 Wahlmöglichkeiten.
Personen
Inhaltliches
Um „Klimagefühle“ ist in den letzten Jahren eine florierende Debatte entstanden. Vor allem junge Menschen weltweit empfinden Gefühle wie Angst, Trauer, Schuld, Wut oder Ohnmacht im Zusammenhang mit dem Klimawandel und fehlenden Regierungsmaßnahmen (Hickman et al. 2021). Öffentliche Debatten über Strategien zum Klima- und Umweltschutz sind oft von emotionalisierenden Rhetoriken geprägt, die darauf abzielen, „Klimasorgen“ ernst zu nehmen oder aber als „Klimahysterie“ zu diskreditieren. Während die Umweltpsychologie Klimaemotionen meist als individuelle – gesunde oder pathologische – Reaktionen auf Umweltveränderungen begreift, betont die Soziologie, dass Emotionen keine individuellen Phänomene sind. Sie untersucht Emotionen immer als kollektiv geformt und fragt etwa danach, welchen sozialen Bewertungsprozessen sie unterliegen oder wie Emotionen das Handeln beeinflussen. Gesellschaftliche Praktiken, Diskurse und Institutionen prägen machtvoll, welche Gefühle erwartet und belohnt oder als unerwünscht sanktioniert und verhindert werden. Eine soziologische Perspektive zeigt so, wie Emotionen zur Konstruktion und zum Erhalt sozialer und politischer Ordnungen beitragen, aber auch wie sie zu deren Kritik und Formen des Widerstands sowie der Transformation motivieren können.
Das soziologisch ausgerichtete Seminar setzt sich mit Gefühlen im und zum sozial-ökologischen Wandel auseinander, die unter Begriffen wie „Klimaemotionen“ oder „ökologische Gefühle“ diskutiert werden. Auf Grundlage affekt- und emotionssoziologischer Lektüre (vorwiegend) und Arts-Based-Research (ergänzend) entwickeln die Studierenden eine soziologische Perspektive auf Gefühle, auf deren soziale Bedingtheit sowie auf deren Rolle in Prozessen des gesellschaftlichen Wandels. Gemeinsam erarbeiten wir ein Glossar der Transformationsgefühle. Einzeln oder in Gruppen schreiben die Studierenden dafür einen Glossareintrag zu einem Begriff bzw. Gefühl (z.B. Klimaangst, Schuld, Hoffnung, Trauer oder Apathie). Einen Entwurf präsentieren und diskutieren die Studierenden im Seminarplenum. Das Glossar soll am Semesterende gedruckt werden.
• Einführung in das soziologische Forschungsfeld um Gefühle und Affekte in Zeiten des Klimawandels: Kennenlernen soziologischer Zugänge und zentraler Begriffe
• Erlernen grundlegender Fähigkeiten des kulturwissenschaftlichen Arbeitens: anspruchsvolle theoretische Texte lesen, verstehen und wiedergeben; eigene Lesarten entwickeln und formulieren; über komplexe Sachverhalte diskutieren; Fragen, Thesen und Argumente entwickeln und verschriftlichen
• Einüben (sozial- und kultur-)wissenschaftlichen Schreibens
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html