Termine
| wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 5.326 (ICAM) |
Studienplankontext
Essay über ein medientechnisches Artefakt aus der ZKM-Sammlung (60%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Der Wunsch und das Bemühen, Kunstwerke und Dokumente für kommende Generationen zu bewahren, ist ein eminenter Bestandteil unseres Kulturverständnisses. Im Bereich der technischen Medien konfrontiert die Kurzlebigkeit von Geräten, Datenträgern und Software die Institutionen jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten. Noch während konstatiert wird, dass der digitale Raum nichts vergesse, werden wir Zeugen eines rasenden Verlusts digitaler künstlerischer Werke und Dokumente. Welche Strategien und Ressourcen gibt es, um der digitalen Fragilität zu begegnen? Welche neuen Allianzen bräuchten wir, um Artefakte und Werke zu bewahren? Welche Rolle übernehmen dabei Museen und kulturelle Archive? Und wer entscheidet in den kurzen Zeitfenstern der Haltbarkeit, was einmal überliefert und was vergessen sein wird? Diskussionen über den langfristigen Erhalt digitaler und elektronischer Artefakte sind insofern nicht bloß eine technische Debatte, sondern sie betreffen die kulturelle Erinnerung daran, was einmal gewesen sein wird.
Das Forschungsprojektmodul »In Wartung« widmet sich daher der Konservierung medientechnischer Artefakte und deren theoretischer Fundierung. Wöchentliche Lektüren zur Mediengeschichte und -theorie (im Umfang von 2SWS) werden durch Gäste, betreute Archivforschung am Material sowie einen Workshop ergänzt (weitere 2SWS). Vorgesehen ist unter anderem ein mehrtägiger Forschungsaufenthalt zum »Zentrum für Kunst und Medien« (ZKM) in Karlsruhe (noch vor Weihnachten), ein Workshop zu Friedrich Kittlers HiFi-Anlage (im Januar) sowie eine studentische Abschlussveranstaltung. Mögliche Gäste sind Prof. Dr. Maren Haffke (Lüneburg) und Prof. Dr. Gabriele Schabacher (Mainz).
Während in den wöchentlichen Seminarsitzungen grundlegende Konzepte und Methoden besprochen werden (»Medienphilologie«, »Repair Cultures«, Wartung, Reparatur, Konservierung und Rekonstruktion von Technologien, sowie historiographische Fragen), dienen der Forschungsaufenthalt und der Workshop der Arbeit an konkreten Objekten – etwa im »Labor für antiquierte Videosysteme« des ZKM. Neben einem Essay über ein medientechnisches Artefakt aus der ZKM-Sammlung (die Möglichkeiten und Probleme seiner Erhaltung und seine kulturelle Bedeutung) sollen zur Abschlussveranstaltung kurze (Gruppen-)Präsentationen der Ergebnisse vorbereitet werden.
Der Kurs richtet sich insbesondere an Studierende mit Interesse an Tätigkeiten in Forschung, Museen, Archiven und Kulturerbe-Institutionen, sowie Mediengeschichte und Theorie.
Die Studierenden entwickeln analytische Schreib- und Forschungskompetenzen und erwerben Kenntnisse der Geschichte, Theorie und Praxis der Medienkonservierung.
Es sind keine technischen Vorkenntnisse erforderlich.
Da es sich um ein Forschungsprojektmodul handelt, sind regelmäßige Anwesenheit und aktive Teilnahme an allen Bestandteilen der Veranstaltung erforderlich. Studierende, die drei unentschuldigte Fehlzeiten ansammeln, sollten sich bezüglich ihrer Prüfungsberechtigung mit den Lehrenden in Verbindung setzen. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund des Forschungsaufenthalts (Depot, Werkstätten etc.) beschränkt.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html