eventSchreibpraktiken des Frühsozialismus (1830-1848) (S)
person Maud Meyzaud

Nächster Termin: Am 14. Oktober um 14:15 Uhr

Termine

wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 14.10.2026 - 27.01.2027 | C 16.222 Seminarraum

Studienplankontext

Kombinierte wissenschaftliche Arbeit
Impulsreferat ODER Protokoll einer Sitzung oder eines Teils des studentischen Symposiums mit Caroline Arni (30%)
Essay (70%)
Prüfungstermin: Mittwoch, 31.03.2027
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organisatorisches

Seminar
Vollständig Präsenz
2
zentrales Losverfahren im Cluster (mit Teilnehmerbegrenzung)
35

Anmeldung

zentrales Losverfahren im Cluster (mit Teilnehmerbegrenzung)

Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.

Diese Veranstaltung gehört zum Cluster »Komplementärstudium«.

In diesem Cluster ist während der Losphasen eine Wahlmöglichkeit zugelassen.
Und in der Entscheidungsphase 3 Wahlmöglichkeiten.

Inhaltliches

Deutsch
Practices of Writing in Early Socialism (1830-1848)
Methodenorientiert - inter- & transdisziplinär

Im frühen 19. Jahrhundert entstehen insbesondere in Deutschland und Frankreich ganze Netzwerke an Arbeiter*innen und Handwerker*innen, die sich an der Idee des gemeinsamen Glücks und Fortschritts ausrichten und an einer kollektiven Selbstbildung glauben. Sie organisieren sich, sie beginnen, zusammen zu schreiben – und hören nicht mehr auf. Dieses 'Schreibbegehren' ist mindestens so wichtig, wie die Ziele dieses Schreibens in Form von Pamphleten, Broschüren, Abhandlungen, und Manifesten. Denn allein durch seine Performanz leistet das Schreiben der feministischen Arbeiterinnen im Umfeld des Pariser Saint-Simonismus oder des kommunistischen Schneidergesellen Wilhelm Weitling aus Magdeburg einen beeindruckenden Widerstand gegen die ihm zeitgenössischen normativen Vorstellungen von Indiduum und Gesellschaft, d.h. nicht zuletzt die soziale und ökonomische Reproduktion von Klasse und Geschlecht im Sinne der politischen Herrschaft und des statu quo.

Über den Weg einer gemeinsamen Diskussion der lange vergessenen, erst seit kurzem wieder erforschten Texte des Frühsozialismus lernen wir, einen kritischen Blick zu üben auf
1) das Begriffspaar Individuum und Gesellschaft, das wir heute als selbstverständlich annehmen;
2) den Kanon der Theorie und den literarischen Kanon, deren jeweilige Konstitution stets kontingent, oft interessengeleitet war und verwandelbar ist;
3) die irreführende Annahme, dass der Feminismus ein historisch junges Phänomen ist, das frühestens auf die 1970er Jahren zurückzuführen ist.

Die Zusammenarbeit im Seminar wird voraussichtlich darauf hinauslaufen, sich auf ein studentisches Symposium mit mit unserer Gästin Caroline Arni vorzubereiten, aus deren gerade erschienenem Buch "Wir, nicht wir. Frühsozialistischer Feminismus" (2026) wir im Vorfeld lesen werden. Das Symposium wird am 20.01.2027 voraussichtlich von 12:00 bis 16:00 stattfinden; die Teilnahme daran ist verpflichtend (!).

Kenntnisse der französischen Sprache sind zwar keine Voraussetzung, um das Seminar besuchen zu können, sie wären jedoch sehr hilfreich, da die meisten Texte, die wir gemeinsam lesen, in verälterter, nicht besonders guter Übersetzung aus dem Französischen zugänglich sind.

Evaluation

Die Lehrveranstaltung ist derzeit nicht zur Evaluation angemeldet.

Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html

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