Termine
| wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 5.109 Seminarraum |
| Einzeltermin | Mi, 28.10.2026, 10:15 - Mi, 28.10.2026, 11:45 | C 40.601 Seminarraum |
Studienplankontext
Assignment (55%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung endete am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Personen
Inhaltliches
Profilstudium Bildung für nachhaltige Entwicklung
Schule in den Gesellschaften der globalisierten Welt ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Eine davon ist, dass wir uns im Kontext globaler Ungerechtigkeiten bewegen. Diese hängen vielfach mit unserer kolonialen Vergangenheit zusammen und prägen damit unsere Gegenwart, die durch zahlreiche sogenannte koloniale Kontinuitäten gekennzeichnet ist. Bildungskonzepte wie die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Globales Lernen und die Global Citizenship Education (GCE) nehmen sich diesen Herausforderungen an, indem sie Vorschläge für inhaltliche und methodisch-didaktische Ausrichtung u.a. des Sachunterrichts geben.
Die Themen, die uns im Sachunterricht in diesem Zusammenhang beschäftigen, sind vielfältig – dazu gehört nicht nur die Zusammensetzung unserer Schüler*innenschaft, sondern auch, welche Lebensmittel wir essen, welche Kleidung wir tragen, aber auch, welchen Wissenskanon wir voraussetzen und vermitteln, mit welchen medialen Abbildungen dies geschieht, oder mit welcher Perspektive wir auf die Welt(karte) schauen.
Entsprechend werden wir uns im Seminar zunächst damit beschäftigen, was koloniale Kontinuitäten bedeuten, wie sie mit bestehenden globalen Machtverhältnissen zusammenhängen und wie sich die Bildungskonzepte BNE, Globales Lernen und GCE dazu verhalten. Danach befassen wir uns unter anderem mit der Arbeit von Vanessa Andreotti sowie deren Weiterentwicklung durch Karen Pashby und Louise Sund, die ein Reflexionsinstrument (HEADS UP) für Lehrkräfte entwickelt haben, das dabei hilft, globale Ungerechtigkeiten machtkritisch im Unterricht zu thematisieren. Schließlich gehen wir über zur praktischen Anwendung des Gelernten, indem wir zahlreiche Lehr-/Lernmaterialien bewerten und ausprobieren und die Studierenden ihre Erkenntnisse in Form zweier Assignments zu selbst gewählten Fragestellungen vertiefen.
Ziel des Seminars ist es, sich im Kontext problemorientierter, gesellschaftsübergreifender, globaler Fragestellungen mit Themenschwerpunkten vor dem Hintergrund unterschiedlicher Bildungskonzepte tiefgehend und kritisch auseinanderzusetzen und deren Tragweite für die Gestaltung von Grundschule und Sachunterricht auszuloten. Inhaltliche und methodisch-didaktische Konsequenzen sollen näher beleuchtet und kritisch reflektiert werden.
Die Studierenden können
· aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, z.B. koloniale Kontinuitäten, globale Machtverhältnisse oder Migration vielperspektivisch und mit unterschiedlichen Methoden erschließen und in Bezug auf das eigene Leben reflektieren
· aktuelle gesellschaftsbezogene Debatten um den Globalen Wandel, Nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlicher Verantwortung auf die Aufgaben des Sachunterrichts beziehen und dafür fruchtbar machen
· verschiedene Bildungskonzepte im Kontext problemorientierter, gesellschaftsübergreifender, regionaler und globaler Fragestellungen kritisch reflektieren und auf aktuelle Problemstellungen beziehen
· die Qualität des Transfers der behandelten Bildungskonzepte in den Sachunterricht der Grundschule einschätzen und ihr Urteil auf aktuelle Fachdiskussionen um die Implementation von Bildungskonzepten in Schule beziehen
· Kommunikationsherausforderungen im transdisziplinären Austausch erfolgreich bewältigen
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html