Termine
| 14-täglich | Mittwoch | 12:15 - 15:45 | 21.10.2026 - 29.01.2027 | C 16.203 Seminarraum |
Studienplankontext
Ausarbeitung (50%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr
Diese Veranstaltung gehört zum Cluster »Komplementärstudium«.
In diesem Cluster ist während der Losphasen eine Wahlmöglichkeit zugelassen.
Und in der Entscheidungsphase 3 Wahlmöglichkeiten.
Personen
Inhaltliches
Was bedeutet es, KI-Systeme ethisch zu gestalten — und wer entscheidet das eigentlich? Dieses Seminar hinterfragt eine prinzipienbasierte KI-Ethik. Statt ethische Normen als fertige Frameworks an Technologien anzulegen, fragen wir: Wie werden normative Ordnungen in Code, Datensätze, Benchmarks und Interfaces eingeschrieben? Wessen Wertvorstellungen stabilisieren sich in technischen Artefakten und institutionellen Prozessen — und wessen bleiben unsichtbar?
Verankert in der Wissenschafts- und Technikforschung (STS) lesen wir KI-Entwicklung als sozio-technische Praxis. Wir fragen, was in Datensätzen klassifiziert, in Benchmarks gemessen und in Red-Teaming-Protokollen für problematisch erklärt wird — und welche Akteure, Infrastrukturen und Machtverhältnisse dabei eine Rolle für die (Re)Produktion von Ungleichheit spielen. Dafür verbinden wir STS-Grundlagentexte mit aktueller empirischer Forschung zu Sprachmodellen, Plattformarchitekturen und Governance-Regimen.
Das Seminar vermittelt KI-Ethik nicht als Anwendung vorgefertigter Prinzipien, sondern als Untersuchungsgegenstand sozio-technischer Praxis. Teilnehmende erwerben die Fähigkeit, normative Setzungen in technischen Artefakten zu erkennen und kritisch zu analysieren.
Auf Grundlage der Wissenschafts- und Technikforschung (STS) entwickeln die Teilnehmenden ein Vokabular, um zu beschreiben, wie Werte, Machtverhältnisse und institutionelle Interessen in KI-Systeme eingeschrieben werden und welche Akteure und Strukturen dabei sichtbar oder unsichtbar bleiben.
- Die Teilnehmenden werden befähigt, aktuelle empirische Forschung zu Sprachmodellen, Plattformarchitekturen und Governance-Regimen einzuordnen und zu diskutieren,
- ethische Fragestellungen entlang konkreter technischer Praktiken statt entlang abstrakter Prinzipien zu formulieren,
- eigene Forschungsfragen im Schnittfeld von KI-Entwicklung, Ethik und Gesellschaft zu entwickeln.
Ziel ist es, einen reflektierten und empirisch informierten Zugang zu Debatten um KI-Ethik zu gewinnen, der über prinzipienbasierte Frameworks hinausgeht.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html