event“Dialectic of Enlightenment" (Horkheimer and Adorno) – Past and Present ["Dialektik der Aufklärung" (Horkheimer und Adorno) – Damals und Heute] (S)
person Heiko Stubenrauch, Christian Voller

Next appointment: Next week Wednesday at 10:15

Dates

weekly | Wednesday | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 5.019 Seminarraum | neuer Raum!

Curriculum context

Written academic performance without supervision
Date of assessment: Wednesday, 30.09.2026
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Lesereport im Seminar "Dialektik der Aufklärung" (25%) Lesereport im Seminar "Politische Theorie der Klimakrise" (25%) Hausarbeit in einem der beiden Seminare, 12 S. (50%) | Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organizational information

Seminar
Vollständig Präsenz
2
central procedure for assignment of remaining places (with participant limit)
30

Registration

central procedure for assignment of remaining places (with participant limit)

Registration ends 07.4.2026 at 23:59 h

If your registration for this course is successful you will registered automatically for the course tba - S (Rime Abd Al Majeed).

Content

Deutsch
"Dialektik der Aufklärung" (Horkheimer und Adorno) – Damals und Heute
none

Im Seminar wird ein zentraler Klassiker der Sozialphilosophie, die Dialektik der Aufklärung von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, in gemeinsamer Lektüre erarbeitet und auf seine Aktualität im Kontext der Klimakrise sowie ihrer zunehmend autoritären Bearbeitungsweisen hin befragt. Das Werk entstand im Exil in den USA während des Zweiten Weltkriegs und stellt den Versuch dar, die damalige globale Krisensituation philosophisch zu begreifen. Zentral ist die These, dass die Geschichte der Aufklärung zugleich eine Geschichte wachsender Naturbeherrschung ist – und dass diese Naturbeherrschung nicht zu mehr Freiheit, sondern zu neuen Formen von Zwang, Unfreiheit und Unmündigkeit führt. Auf individueller Ebene wird Naturbeherrschung, etwa im Odysseus-Kapitel, als Ursache von Entfremdung analysiert. Auf gesellschaftlicher Ebene werden insbesondere kapitalistische Gesellschaften, die auf exzessiver Naturbeherrschung beruhen, als strukturell wandlungsresistent beschrieben. Ihnen wird – im Kapitel zur Kulturindustrie – eine Tendenz zur politischen Apathie, sowie – im Kapitel zum Antisemitismus – eine Neigung zu autoritären Dynamiken zugeschrieben. Vor diesem Hintergrund fragt das Seminar, ob und inwiefern diese Diagnosen heute im Lichte der Klimakrise neu gelesen und theoretisch fruchtbar gemacht werden können. Lassen sich Horkheimers und Adornos Überlegungen zur Naturbeherrschung nutzen, um gegenwärtige Blockaden der sozial-ökologischen Transformation zu verstehen? In welchem Verhältnis stehen Naturbeherrschung, politische Passivität und autoritäre Reaktionsweisen in fossil geprägten Gesellschaften? Und wo liegen die Grenzen der Dialektik der Aufklärung im Umgang mit ökologischen Krisen? Das Seminar ist als Lektüreseminar angelegt und zielt darauf, das Verständnis eines anspruchsvollen philosophischen Textes in gemeinsamer Diskussion zu erarbeiten. Zugleich soll – insbesondere im Dialog mit dem komplementären Seminar „Politische Theorie der Klimakrise“ – eine systematische Verbindung zur klimapolitischen Gegenwart hergestellt werden.

Evaluation

An evaluation was registered for this course

Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html

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