eventLiterature as History of Modern Europe Theatre (German 201) [Literatur als Geschichte des Europäischen Theaters der Moderne (Deu 201)] (V)
person Ulrike Steierwald

Next appointment: 14. October at 12:15
This course belongs to the Wintersemester 2026/2027!

Dates

weekly | Wednesday | 12:15 - 13:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C HS 1

Curriculum context

Written academic performance without supervision
Date of assessment: Friday, 05.02.2027
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Studienbegleitende, schriftliche Prüfungsleistung (remote, ohne Aufsicht) im Rahmen des Semesters. Weitere Hinweise erhalten Sie in der Vorlesung. | Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organizational information

Lecture
Vollständig Präsenz
2
centralized list procedure without participant limit
200

Registration

centralized list procedure without participant limit

Registration does not begin until 02.10.2026 at 08:00. It ends on 12.10.2026 at 23:59.

Persons

Content

Deutsch
Literatur als Geschichte des Europäischen Theaters der Moderne (Deu 201)
Gasthörerprogramm
Profilstudium Sprachliche Bildung

"Es bedarf der Umwege über die Geschichte, um die Gegenwart mit sich selbst bekannt zu machen" – zitiert die Schriftstellerin Katerina Poladjan 2026 auf der Leipziger Buchmesse aus Thomas Manns "Der Zauberberg" (1924) und sieht in dieser These auch die offene Frage aufbrechen, was die Künste in der heutigen Gegenwart überhaupt noch bewirken können.

Um Möglichkeiten der Beantwortung dieser Frage auszuloten, wird in dieser Vorlesung die Geschichte der deutschsprachigen Literatur in der Europäischen Moderne als Theatergeschichte in den Fokus genommen. Dabei wird "Theater" als ein genuiner Schauplatz der gesellschaftlichen Öffentlichkeit verstanden, der tatsächlich immer die offenen Fragen nach der politischen Wirksamkeit der Künste stellte und in den jeweiligen Konzepten und Inszenierungen sichtbar machte. Der in der Vorlesung "Ästhetik, Rhetorik, Mimesis" des Sommersemesters vermittelte Literaturbegriff prägt sich kulturgeschichtlich nicht zuletzt an diesen Fragen aus und beschreibt die eklatanten Verschiebungen und Transformationen in den Denkweisen, Wissenshorizonten und medialen Praktiken der Jahrhunderte.
Immer ist die Literatur ein öffentlicher, diskursiver Austragungsort, an dem sich andere – normative, funktionale, ideologische und bildungspolitische – Diskurse brechen können. Daher lässt sich im Ringen um ein spezifisch deutschsprachiges Theater des 18. bis 20. Jahrhunderts aufzeigen, inwieweit die Kulturgeschichte seiner Wahrnehmung – seiner emotionalen und damit auch politischen und bildungstheoretischen Wirksamkeit – zu verstehen ist. So bringt die Geschichte des Phänomens "Theater" nicht zuletzt Erhellendes über die gegenwärtige gesellschaftliche Situierung der Künste zu Tage. In einer von Ängsten, Verunsicherung, Gewalt, Diskriminierung geprägten Öffentlichkeit und einem in Deutschland sich gerade wieder politisch etablierenden Rechtsextremismus ist auch eine wachsende Aversion und Aggression gegenüber den Künsten (wie auch den Wissenschaften) zu beobachten.
Das "Theater" lässt sich heute – in der medialen Vereinzelung KI-gesteuerten Sprechens, Schreibens und Handelns – nur bedingt als ein konkretes, physisches Aufeinandertreffen von sich als Personen verstehenden Subjekten beschreiben. Und dennoch könnte es eine Möglichkeit bieten, nicht nur Erhellendes zum Verständnis der Gegenwart beizutragen, sondern sich auch ihrem Gefahrenpotential kritisch und sprachlich bewusst zu stellen.

* Zur Remote-Prüfungsform: Die schriftliche wissenschaftliche Leistung besteht, semesterbegleitend, aus der Beantwortung von zwei digital zu bearbeitenden Fragenkomplexen, die sich ausschließlich auf den in der Vorlesung gehörten Stoff beziehen. Es wird jeweils ausreichend Zeit sein, die Fragen online zu beantworten. Die beiden Termine werden zu Semesterbeginn mitgeteilt.
Zur Prüfungsvorbereitung wird eine Mitschrift im Rahmen der Vorlesung empfohlen, also ein Skript, das als wissenschaftliche Praxisform bereits im SoSe 26, im Rahmen der Vl "Ästhetik, Rhetorik, Mimesis", eingeübt wurde, jetzt aber ausschließlich für das eigenständig Reflektieren und Repetieren gedacht ist. Ein starkes Tutorinnen-Team steht den Studierenden wieder zur Seite, um die Prüfungsvorbereitungen zu begleiten und zu unterstützen.

keine

Evaluation

This course has not been registered for teaching evaluation yet.

Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html

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