Dates
| weekly | Wednesday | 10:15 - 11:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 7.013 Seminarraum |
Curriculum context
Übungsergebnis (40%)
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Organizational information
Registration
Registration does not begin until 02.10.2026 at 08:00. It ends on 12.10.2026 at 23:59.
If your registration for this course is successful you will registered automatically for the course Medialität des Pathologischen (Deu 350) - Ü (Ann Cathrin Frank).
This course belongs to the cluster "IDD_Deu 350: Medialität".
In this cluster, you have one choice during the lottery phases.
Persons
Content
„Die romantische Behandlung des Todes“, schreibt Susan Sontag, habe Menschen durch ihre Krankheit „interessanter“ erscheinen lassen.
Sontags Beobachtung verweist darauf, dass Krankheit und pathologisierte Zustände nicht allein körperliche oder medizinische Gegebenheiten sind, sondern auch stets als Produkt kultureller Deutungen und medialer Darstellungsverfahren verstanden werden können.
Ausgehend von historischen und aktuellen Konstellationen des Pathologischen analysieren wir in verschiedenen Diskursfeldern, wie mediale Verfahren spezifische Formen des Wissens und der Wahrnehmung hervorbringen. Hierbei diskutieren wir u.a. fotografische Darstellungen der „Hysterie“, narrative und künstlerische Übersetzungen des „(Un-)zeigbaren“ oder Tabuisierten wie etwa Schwangerschaftsabbrüche, figurative und ästhetische Inszenierungen von Krankheit, medizinische Modellierungen pathologisierter Körper sowie klinisch-bildgebende Darstellungen körperinterner Krankheitsprozesse.
Im Zentrum des Seminars stehen die kritische Analyse und Bewertung medialer Dokumentationen, Inszenierungsverfahren und intentionalen Auslassungen sowie die ethischen und epistemischen Konsequenzen, die sich daraus für die gesellschaftliche Wahrnehmung und Deutung des Pathologischen ergeben. Darüberhinausgehend beschäftigen wir uns mit grundsätzlichen Fragestellungen der Materialität und Medialität sowie nach dem Verhältnis von Krankheit, Norm und Abweichung.
Ziel des Seminars ist es, die Spezifik diverser medialer Darstellungen zu analysieren und deren ästhetische, epistemische und ethische Implikationen zu reflektieren. Sie entwickeln dabei die Fähigkeiten, mediale Verfahren im Kontext des Pathologischen eigenständig zu untersuchen, kritisch einzuordnen sowie in der begleitenden, zweiwöchig stattfindenden Übung selbstständig zu produzieren.
Evaluation
Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html