Dates
| weekly | Monday | 12:15 - 13:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 5.310 Seminarraum |
Curriculum context
Resit date: : Keine selbständige Anmeldung zum Wiederholungstermin möglich. info_outline
Monday, 22.03.2027 - Saturday, 03.04.2027
Organizational information
Registration
Registration does not begin until 02.10.2026 at 08:00. It ends on 12.10.2026 at 23:59.
Persons
Content
Als sich im späten 18. Jahrhundert die „Wissenschaften vom Menschen" formierten, etablierte sich zugleich eine folgenreiche Unterscheidung: Der Mensch wurde zum Mann, das Weib zu seinem besonderen Gegenüber – Objekt einer „weiblichen Sonderanthropologie", die Differenz naturalisierte und hierarchisierte. Das Seminar nimmt diese epistemische Konstellation in den Blick und fragt, wie Anatomie, Physiologie und frühe Psychologie ein Wissen vom Geschlecht hervorbrachten, das bis heute nachwirkt.
Ausgehend von Claudia Honeggers Studie Die Ordnung der Geschlechter (1991) rekonstruieren wir die Genese moderner Zweigeschlechtlichkeit als wissenschaftliches Projekt der Aufklärung und des 19. Jahrhunderts. Dabei lesen wir klassische Texte der philosophischen Anthropologie und Medizin und analysieren, wie aus Differenzbehauptungen soziale Ordnungen legitimiert wurden – und lernen damit zugleich einiges über die Genealogien gegenwärtiger Geschlechterordnungen.
Das Seminar vermittelt Kenntnis klassischer Positionen der philosophischen Anthropologie und ihrer geschlechtertheoretischen Implikationen sowie Einblick in die Formierung der „Wissenschaften vom Menschen" zwischen Aufklärung und frühem 19. Jahrhundert. Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, moderne Geschlechterkonzepte wissenschaftsgeschichtlich einzuordnen, und üben sich in der kritischen Lektüre historischer Quellentexte.
Evaluation
Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html