eventMemory Culture and Democracy (SBP) [Erinnerungskultur und Demokratie: Konfliktlinien der Gegenwart (SBP) ] (S)
person Lea Otremba

Next appointment: 14. October at 12:15

Dates

weekly | Wednesday | 12:15 - 13:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 14.102 b Seminarraum

Curriculum context

Combined academic performance
Referat (40%)
Reflektierender Essay (60%)
Date of assessment: Wednesday, 31.03.2027
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organizational information

Seminar
Full presence
2
centralized multi stage lottery procedure with cluster (with participant limit)
35

Registration

centralized multi stage lottery procedure with cluster (with participant limit)

Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr

This course belongs to the cluster "Komplementärstudium".

In this cluster, you have one choice during the lottery phases.
And in the decision phase 3 choices.

Persons

Content

Deutsch
Erinnerungskultur und Demokratie: Konfliktlinien der Gegenwart (SBP)
none

Straßenumbenennungen, Denkmaldebatten, die neue Gedenkstättenkonzeption des Bundes, Geschichtsrevisionismus: Erinnerungskulturelle Konflikte in Deutschland sind vielfältig. Neben postmigrantischen und intersektionalen Ansätzen, Erinnerungskultur neu zu denken, stehen geschichtsrevisionistische Äußerungen und „Schlussstrich“-Debatten von rechts. Beide Positionen fordern das erinnerungskulturelle Selbstverständnis der Bundesrepublik heraus, das umkämpft und dynamisch ist.

Im Seminar betrachten wir die Gleichzeitigkeit aus pluralitätsgestaltenden sowie pluralitätsabwehrenden Dynamiken in Deutschland (Zajak & Steinhilper 2025): Wie drücken sich diese komplexen Dynamiken in der Erinnerungspolitik und -arbeit in Deutschland aus? Was ist unter einer „demokratischen“ Erinnerungskultur zu verstehen? Welche diskursiven Verschiebungen innerhalb des erinnerungskulturellen Feldes haben in den letzten Jahren stattgefunden und wie sind diese einzuordnen? Welche Formen öffentlichen Erinnerns müssen als demokratiegefährdend eingestuft werden?

Im Seminar beschäftigen wir uns mit aktivistischen und postmigrantischen Fallbeispielen (antirassistische Gedenkinitiativen), mit Formen staatlicher Erinnerungspolitik und der Aneignung von Geschichte durch rechte Akteur:innen (AfD) im Kontext Deutschland. Dabei werden die Herausforderungen untersucht, die sich aus zwei – teilweise auch interdependenten – Betrachtungsweisen von demokratischen Erinnerungskulturen ergeben: Einerseits das Verständnis einer Erinnerungskultur als repräsentativ sowie die Vorstellung einer inhaltlich pluralistisch strukturierten Erinnerungskultur (Wüstenberg 2017). Innerhalb dieses Spektrums werden verschiedene erinnerungskulturelle Positionen und Politiken verortet und im Sinne der Komplexität von Konflikten in ihrem Spannungsverhältnis zueinander diskutiert. Dabei werden verschiedene Inhalte und Funktionen von kollektiver Erinnerung unter machtkritischer Perspektiver in den Blick genommen.

Literatur zur Vorbereitung (optional):

Wüstenberg, Jenny: Civil Society and Memory in Postwar Germany, Cambridge University Press 2017.

Zajak, Sabrina & Steinhilper, Elias: Umkämpfte Pluralität. Konsens und Konflikt in der postmigrantischen Gesellschaft, in (ders.): Konsens und Konflikt in der postmigrantischen Gesellschaft, transcript 2025, S. 9-25.

Das Seminar vermittelt Grundlagen aus der interdisziplinären Gedächtnis- und Erinnerungskulturforschung und erweitert diese um Perspektiven aus der Bewegungs- und Demokratieforschung. Auf diese Weise soll ein differenziertes und vielschichtiges Verständnis der heterogenen Erinnerungslandschaft in Deutschland sowie der daran beteiligten Akteur:innen entstehen. Die Studierenden sollen dazu befähigt werden, die Rolle von Erinnerungskultur in demokratischen Kontexten eigenständig zu analysieren und kritisch zu reflektieren.

„SBP“ steht für Sozial- und Betriebspraktikum. Studierende mit Lehramtsoption können mit entsprechend gekennzeichneten Veranstaltungen studienintergiert den Nachweis eines „Sozial- und Betriebspraktikums“ erbringen, welcher für den Zugang zum M. Ed. Lehramt an Grundschulen bzw. Haupt- und Realschulen notwendig ist. Entsprechende Veranstaltungen zeichnen sich durch einen hohen Bezug zur gesellschaftlichen Praxis aus. Weitere Informationen siehe: leuphana.de/praktikumsstelle-bildung. Studierende aller andern Studiengänge können den Hinweis ignorieren.

Evaluation

This course has not been registered for teaching evaluation yet.

Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html

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