Dates
| weekly | Thursday | 10:15 - 11:45 | 12.10.2026 - 29.01.2027 | C 12.015 Seminarraum |
| single appointment | Fr, 27.11.2026, 14:00 - Fr, 27.11.2026, 15:45 | C 14.102 a Seminarraum |
| single appointment | Fr, 29.01.2027, 14:00 - Fr, 29.01.2027, 18:15 | C 14.102 a Seminarraum |
Curriculum context
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Organizational information
Registration
Registration does not begin until 02.10.2026 at 08:00. It ends on 12.10.2026 at 23:59.
Persons
Content
Angesichts globaler Aufrüstung, zunehmender Militarisierung und der Ausweitung gewaltsamer, kriegerischer Konflikte bekommt das Nachdenken über die Bedeutung von Krieg und die Möglichkeit von Frieden eine neue Dringlichkeit. Zugleich scheint genau dieses Nachdenken komplizierter zu werden: Ein Einstehen für den Frieden erscheint nicht selten als weltfremd oder naiv – bisweilen erweist sich der Ruf nach Frieden gar als Teil populistischer Strategien. Umso wichtiger wird es demnach, Begriffe und theoretische Perspektiven zu entwickeln, die eine differenzierte und eigenständige Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Konfliktlagen und Debatten ermöglichen. Dies zu versuchen ist der Anspruch des Seminars.
Dazu werden wir das Begriffspaar „Krieg und Frieden“ zum Ausgangspunkt nehmen und uns der Frage nach dem Verhältnis dieser Begriffe widmen: Ist Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg? Unter welchen Bedingungen können Krieg und Gewalt zur Schaffung von Frieden gerechtfertigt sein (wenn überhaupt)? Und inwiefern lässt sich (umgekehrt) Frieden denken, ohne Gewalt und Krieg als notwendige Bezugs- und Kontrastpunkte vorauszusetzen?
Zur Diskussion dieser Fragen werden wir klassische und zeitgenössische Theorien des gerechten Krieges behandeln und kritisch befragen sowie unterschiedliche Formen und Begründungen des Pazifismus in den Blick nehmen – auch um zu ersehen, welche pazifistischen Ansätze heute noch tragfähig erscheinen und inwiefern sie angesichts gegenwärtiger politischer Konstellationen neu bestimmt oder aktualisiert werden müssten. Wir werden uns mit der Frage nach den Bedingungen des Friedens und mit dem Verhältnis von Gewalt und Gewaltlosigkeit beschäftigen, feministische Perspektiven auf Militarismus diskutieren und nach künstlerischen und kulturellen Formaten der Verhandlung von Krieg und Frieden suchen.
Ziel des Seminars ist es, differenziert und (womöglich) kontrovers zu diskutieren und eigene Positionen zum Umgang mit Militarisierung und Aufrüstung in der Gegenwart zu entwickeln. Dazu wird es am Ende des Seminars einen gemeinsam organisierten Diskussionsworkshop geben, bei dem eigene Impulse vorgestellt und gegebenenfalls mit eingeladenen Gästen diskutiert werden sollen.
Evaluation
Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html