Dates
| single appointment | Th, 19.11.2026, 14:15 - Th, 19.11.2026, 17:45 | C 40.154 Seminarraum |
| single appointment | Th, 26.11.2026, 14:15 - Th, 26.11.2026, 20:00 | C 40.154 Seminarraum |
| single appointment | Th, 03.12.2026, 14:15 - Th, 03.12.2026, 17:45 | C 14.201 Seminarraum |
| single appointment | Th, 17.12.2026, 14:15 - Th, 17.12.2026, 20:00 | C 40.154 Seminarraum |
| single appointment | Th, 14.01.2027, 14:15 - Th, 14.01.2027, 20:00 | C 14.201 Seminarraum |
Curriculum context
theoretischen Einordnung des Interviews (6-8 Seiten) oder schriftliche Reflexion des Workshops (ca. 6-8 Seiten) (60%)
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Organizational information
Registration
Registration ends on 12.10.2026 at 23:59.
Persons
Content
In aktuellen künstlerischen und theoretischen Diskursen spielt der Begriff der Fürsorge eine zentrale Rolle. Praktiken der Sorge werden dabei häufig als mögliche Gegenstrategien zu spätkapitalistischen Verhältnissen verstanden, die von Ausbeutung, Erschöpfung, sozialer Isolation und struktureller Ungleichheit geprägt sind. Doch wenn Fürsorge Leben erhält, läuft sie nicht auch Gefahr zur Stabilisierung bestehender Ordnungen beizutragen? Wie lässt sich das widerständige Potential von care in den Künsten und darüber hinaus beschreiben?
In diesem Seminar setzen wir uns anhand künstlerischer Positionen und theoretischer Texte kritisch mit dem Begriff der Fürsorge im Feld der Künste auseinander. Dafür wenden wir uns u.a. Filmemacherinnen und Aktivist*innen der späten 1960er- und 1970er-Jahren zu, die in West-Berlin mit antiautoritären, selbstorganisierten Kinderläden die Bedingungen verändern wollten, unter denen wir Sorge tragen.
Im Rahmen des Seminars richten wir gemeinsam eine Reihe von Veranstaltungen aus, zu denen wir Künstler*innen, Aktivist*innen und Theoretiker*innen einladen, um ausgehend von diesem historischen Beispiel nach widerständigen und militanten Fürsorge-Praktiken in und außerhalb der Künste zu fragen. Die Vorbereitung von Anmoderationen und Diskussionsbeiträgen für die öffentlichen Veranstaltungen sind Teil des Seminares.
Die Studierenden erarbeiten sich einen diskursiven Überblick über Care-Diskurse in den Künsten und ihre Verbindungen zur Geschichte feministischer Bewegungen. Sie erlernen so, ausgewählte künstlerische Positionen sowohl in ihrem historischen Kontext als auch in Verbindung mit theoretischen Texten zu diskutieren. In der Mitgestaltung der öffentlichen Veranstaltungen erproben sie exemplarisch die Gestaltung von Formaten, die Kunst, Aktivismus und Theorie in einen Dialog miteinander stellen.
Evaluation
Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html