Termine
| 14-täglich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 13.04.2026 - 10.07.2026 | C 1.005 Seminarraum | Beginn in der 2. Semesterwoche |
Studienplankontext
Verfassen einer schriftlichen Forschungsarbeit (70%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Profilstudium Inklusion und Diversität
Inklusion, Digitalisierung, Bildungsgerechtigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, ... Die Liste an gesellschaftlich höchst relevanten Querschnittsthemen für die formale Bildung wächst kontinuierlich. Klafki prägte den Begriff der „epochaltypischen Schlüsselprobleme“ (Klafki 2007), welche die gesamtgesellschaftliche und weltumspannende Bedeutung sich wandelnder Themen bzw. Grundfragen für die Bildung jedes einzelnen Menschen hervorhebt. Die von ihm vor über 30 Jahren formulierten Fragen unter anderem nach Krieg und Frieden, nach der Umwelt oder nach reproduzierter Ungleichheit in unserer Gesellschaft sind aktuell noch genauso relevant wie einst.
Oft ohne klare Bezüge zu den etablierten Unterrichtsfächern, müssen querliegende Themen, wie eingangs beschrieben, integriert im Fachunterricht Berücksichtigung finden oder in Form von fächerübergreifenden Projekten realisiert werden (KMK oJ). Doch welchen Stellenwert bekommen sie dadurch tatsächlich im Unterricht, in der Schule oder auch in der Lehrkräfteaus- und -fortbildung? Wie findet die Auseinandersetzung mit Querschnittsthemen in den jeweiligen Bildungsinstitutionen statt? Welche Ziele werden verfolgt? Wie werden Unterricht und/ oder Schulprogramme in diesem Kontext von Lehrkräften, Einzelschulen oder politischen Entscheidungsgremien weiterentwickelt?
Dieses Projektband widmet sich der Frage nach der Rolle von epochalen Schlüsselproblemen in der formalen Bildung in einer qualitativen Forschungslogik.
Wir setzen uns mit den oben genannten und weiteren Fragen anhand rekonstruktiver Methoden der Sozialforschung (Interviews, Dokumentenanalyse, qualitativer Inhaltsanalyse) auseinander. Im ersten Semester machen wir uns dafür zunächst mit epochalen Schlüsselproblemen vertraut, entwickeln Forschungsfragen und ein passendes Forschungsdesign. Im weiteren Verlauf des Projektbands folgen Datenerhebung und -auswertung, die Zusammenstellung und Präsentation sowie eine Reflexion der eigenen Forschungsergebnisse.
Literatur:
Klafki, Wolfgang (2007): Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. 6. Auflage. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
KMK. Kultusministerkonferenz (oJ): Weitere Unterrichtsinhalte und Themen. Online: https://www.kmk.org/themen/allgemeinbildende-schulen/weitere-unterrichtsinhalte-und-themen.html (10.04.2025)
Kuckartz, U., Rädiker, S. (2022): Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Computerunterstützung. 5. Auflage. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
Przyborski, A., Wohlrab-Sahr, M. (2021): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 5., überarbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: De Gruyter.
Prüfungsleistung:
1. Semester (Projektband Teil I): Vorstellung eines Exposés zum Forschungsprojekt (30%)
2. Semester (Projektband Teil II): Verfassen einer schriftlichen Forschungsarbeit (70%)
3. Semester (Masterforum): Erstellung und Präsentation eines Posters zur Forschungsarbeit
Ziele des Projektbands sind unter anderem eine bildungswissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Querschnittsthemen sowie die Konzeption, Durchführung, Präsentation und Reflexion eines eigenen qualitativen Forschungsprojekts.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation-feedback.html