Termine
| wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 08.04.2026 - 10.07.2026 | C 16.310 Musik | C 16.310 |
Studienplankontext
Ausstellungsbeitrag (75%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Ob Hanau, Halle oder Rostock-Lichtenhagen: Rechte Gewalt ist in Deutschland allgegenwärtig. Dennoch halten sich hartnäckig Narrative vom „Einzeltäter“, Kontinuitäten rassistischer und antisemitischer Gewalt bleiben häufig unbeachtet, und die Stimmen der Betroffenen finden nur selten Gehör. Vor diesem Hintergrund kommt Musik spätestens seit den 1990er-Jahren eine besondere Bedeutung zu. Zahlreiche Songs – insbesondere im Hip-Hop – thematisieren rechte Gewalt ebenso wie die gesellschaftliche (Nicht-)Erinnerung an sie.
In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, warum bestimmte Narrative und Perspektiven marginalisiert werden, und untersuchen anhand konkreter musikalischer Beispiele, wie Musik diese sichtbar und hörbar macht.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:
• Welche Narrative und wessen Perspektiven werden in Musik transportiert?
• Wie fungiert Musik als Speicher situierten Wissens?
• Wie werden durch Musik Erinnerungen an aktuelle und vergangene rassistische Gewalt im Sinne einer multidirektionalen Erinnerung miteinander verwoben und dadurch Kontinuitäten sichtbar gemacht?
• Wie werden Erinnerungen an rassistische Gewalt mit Migrationsgeschichte(n) und -erfahrungen verknüpft?
• Lassen sich Konflikte oder Erinnerungskonkurrenzen identifizieren, und wenn ja, welche?
In Kleingruppen entwickeln die Teilnehmenden Beiträge für eine Ausstellung, die im Oktober 2026 öffentlich im Kunstraum präsentiert wird.
Das Seminar findet im Rahmen des Zukunftsdialogs „Zukünfte des Erinnerns in der Postmigrationsgesellschaft“ statt, der vom Niedersächsischen Ministerium gefördert wird.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Erwartet werden ein Interesse an den Themenfeldern Erinnerung und Musik sowie die Bereitschaft zur projektorientierten Arbeit in Kleingruppen.
Das Seminar hat einen Workshop-Charakter und fördert die kollaborative Erarbeitung der Inhalte.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation-feedback.html