Termine
| wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 3.121 Seminarraum |
| Einzeltermin | Sa, 30.05.2026, 11:15 - Sa, 30.05.2026, 16:45 | C 3.121 Seminarraum |
Studienplankontext
Hausarbeit (50%)
Verfassen eines Exzerptes und eines Ergebnisprotokolls (20%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Begriffe wie „Open Strategic Autonomy“, „European Green Deal“ oder „European Chips Act“ sind
Vielen in den vergangenen Jahren in den Nachrichten begegnet. Oftmals sind sie begleitet von
Diagnosen zu Krisen und Umbrüchen in der europäischen Wirtschaftspolitik bzw. breiteren
Neuordnungsprozessen in der Weltwirtschaft. Doch was bedeutet das? Was sind das für
Entwicklungen, die wir erleben? Und wie lassen sie sich erklären?
Kritische politische Ökonomie allgemein und die Regulationstheorie im Besonderen liefern Ansätze
zur Analyse kapitalistischer Entwicklungsdynamik und solchen Fragen nach Krise, Umbruch und
Neuordnung. Vor dem Hintergrund der inhärenten Widersprüche und Krisenhaftigkeit kapitalistischer
Verhältnisse fragt die Regulationstheorie danach, wie sich kapitalistische Gesellschaften
reproduzieren bzw. wie die (prekären) Voraussetzungen einer Reproduktionsfähigkeit hergestellt
werden. Sie analysiert die historisch und räumlich spezifischen Arrangements, die die strukturellen
Widersprüche der kapitalistischen Produktionsweise zumindest temporär kanalisieren und
bearbeitbar machen. Und sie setzt sich mit den Krisen und Neuordnungsprozessen solcher
Arrangements auseinander.
Im Seminar werden wir uns Grundlagen der (marxistischen) Regulationstheorie erarbeiten, in einem
Workshop-Block Kritiken und Erweiterungen diskutieren und schließlich gegenwärtige Entwicklungen in der
europäischen Wirtschaft/Wirtschaftspolitik durch eine regulationstheoretische Brille betrachten.
Das Seminar ist im Wesentlichen als Lektüreseminar konzipiert. Über die Auseinandersetzung mit
Einführungs- und Grundlagentexten wird in den ersten Sitzungen zunächst ein Grundverständnis der
Regulationstheorie aufgebaut. Anschließend sollen die Studierenden in Gruppenarbeit zu je einer von
mehreren Kritiken bzw. Erweiterungen der Regulationstheorie einen Workshop (einen Vortrag mit Begleitmaterial
und Diskussionsleitfragen) erarbeiten. In einer Block-Sitzung auf der Mitte des Semesters wird auf
dieser Grundlage eine Workshopreihe durchgeführt, in der die verschiedenen
Kritiken und Erweiterungsperspektiven vorgestellt, diskutiert und zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Aufbauend auf dieser Grundlage werden im zweiten Teil des Seminars aktuelle Entwicklungen in der
europäischen Wirtschaft/Wirtschaftspolitik aus regulationstheoretischer Perspektive bzw. aus einer erweiterten
Perspektive kritischer politischer Ökonomie in den Blick genommen.
Die Studierenden sollen ein Verständnis für die Problem- und Fragestellungen kritischer politischer
Ökonomie entwickeln und die regulationstheoretische Perspektive im Besonderen darin einordnen
können. Sie sollen die Kernkonzepte der Regulationstheorie kennenlernen und Einsicht in jüngere
Debatten im Feld erhalten. Darüber hinaus sollen sie einen Einblick darin bekommen, wie
gegenwärtige Entwicklungen in der europäischen Wirtschaftspolitik regulationstheoretisch analysiert
werden können.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html