Dates
| every 14 days | Friday | 14:15 - 17:45 | 08.05.2026 - 10.07.2026 | C 5.310 Seminarraum |
Curriculum context
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Organizational information
Registration
Registration ends 07.4.2026 at 23:59 h
Persons
Content
Das Seminar ist ein Versuch, das Konzept des COMMONS mit der Praxis des URBAN COMMONING zu verbinden. Der Begriff Commons (vom lateinischen communis, deutsch: gemein(sam)) bezeichnet Ressourcen, die gemeinschaftlich genutzt, verwaltet und gepflegt werden. Diese Form der Organisation geschieht in der Regel jenseits der Logiken von Markt und Staat und basiert auf Selbstorganisation und Kooperation. Commons stellen eine Alternative zu rein privatem Eigentum oder staatlicher Verwaltung dar. Die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom zeigte in ihrer Forschung, dass Gemeinschaften sehr wohl in der Lage sind, Gemeingüter nachhaltig zu verwalten, und widerlegte damit die Annahme, dass solche Ressourcen unweigerlich übernutzt und zerstört werden müssten. Urban Commoning bezeichnet nun eine soziale Praxis, bei der zivilgesellschaftliche Gemeinschaften städtische Räume und Ressourcen kollektiv aneignen, nutzen, verwalten und gestalten, um das Gemeinwohl und soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Dabei können Urban Commons materieller (z.B. Gebäude, Parks, Brachflächen, Wasser) und immaterieller Natur (z.B. Wissen, Kultur) sein. Wichtig ist, dass sie nicht primär nach Marktprinzipien (Angebot und Nachfrage) bewertet werden, sondern nach ihrem Gebrauchs- und sozialem Wert. Urban Commoning ist ein Ausdruck kollektiver Selbstermächtigung in der Stadt und verleiht den Kämpfen für das Recht auf Stadt Gestalt. Sie kann von institutionalisierten Behörden gefördert oder von Menschen im Kampf erfunden werden. In der heutigen neoliberalen Stadtpolitik ist Urban Commoning nicht nur ein Mittel, um den gemeinsamen Reichtum aus der kapitalistischen Aneignung zurückzugewinnen, sondern auch eine Reihe von Praktiken, die Formen der sozialen Organisation auf der Grundlage von Gleichheit, gegenseitiger Unterstützung und Machtteilung etablieren.
Verständnis für ein städtisches Commoning jenseits von Markt und Staat. Bereitschaft, aufgrund der vermittelten theoretischen Grundlagen reale Utopien des urban commoning in der städtischen Realität aufzufinden und explorativ zu erkunden.
Evaluation
Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html