eventCommons as Appropriation of Urban Space [Commons als Aneignung des städtischen Raumes] (S)
person Marie Hoop

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This course belongs to the Sommersemester 2026!

Dates

every 14 days | Friday | 14:15 - 17:45 | 08.05.2026 - 10.07.2026 | C 5.310 Seminarraum

Curriculum context

Written academic performance without supervision
Date of assessment: Wednesday, 30.09.2026
Resit date: No resit date will be offered to this assessment, because it is didactically inseparably connected with one of the associated courses. A resit will only be possible, if the module is available again.
Die zu erbringende Hausarbeit besteht aus einer mündlichen Präsentation im Seminar sowie einer schriftlichen Ausarbeitung der Präsentation bzw. einer schriftlichen Hausarbeit zu einem Urban Commoning-Projekt. | Anzeige von Anmeldebeginn und -ende systembedingt. Selbständige Anmeldung nur zum Prüfungstermin und nicht zum Wiederholungstermin möglich.

Organizational information

Seminar
Vollständig Präsenz
2
central procedure for assignment of remaining places (with participant limit)
30

Registration

central procedure for assignment of remaining places (with participant limit)

Registration ends 07.4.2026 at 23:59 h

Persons

Content

Deutsch
Commons als Aneignung des städtischen Raumes
none

Das Seminar ist ein Versuch, das Konzept des COMMONS mit der Praxis des URBAN COMMONING zu verbinden. Der Begriff Commons (vom lateinischen communis, deutsch: gemein(sam)) bezeichnet Ressourcen, die gemeinschaftlich genutzt, verwaltet und gepflegt werden. Diese Form der Organisation geschieht in der Regel jenseits der Logiken von Markt und Staat und basiert auf Selbstorganisation und Kooperation. Commons stellen eine Alternative zu rein privatem Eigentum oder staatlicher Verwaltung dar. Die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom zeigte in ihrer Forschung, dass Gemeinschaften sehr wohl in der Lage sind, Gemeingüter nachhaltig zu verwalten, und widerlegte damit die Annahme, dass solche Ressourcen unweigerlich übernutzt und zerstört werden müssten. Urban Commoning bezeichnet nun eine soziale Praxis, bei der zivilgesellschaftliche Gemeinschaften städtische Räume und Ressourcen kollektiv aneignen, nutzen, verwalten und gestalten, um das Gemeinwohl und soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Dabei können Urban Commons materieller (z.B. Gebäude, Parks, Brachflächen, Wasser) und immaterieller Natur (z.B. Wissen, Kultur) sein. Wichtig ist, dass sie nicht primär nach Marktprinzipien (Angebot und Nachfrage) bewertet werden, sondern nach ihrem Gebrauchs- und sozialem Wert. Urban Commoning ist ein Ausdruck kollektiver Selbstermächtigung in der Stadt und verleiht den Kämpfen für das Recht auf Stadt Gestalt. Sie kann von institutionalisierten Behörden gefördert oder von Menschen im Kampf erfunden werden. In der heutigen neoliberalen Stadtpolitik ist Urban Commoning nicht nur ein Mittel, um den gemeinsamen Reichtum aus der kapitalistischen Aneignung zurückzugewinnen, sondern auch eine Reihe von Praktiken, die Formen der sozialen Organisation auf der Grundlage von Gleichheit, gegenseitiger Unterstützung und Machtteilung etablieren.

Verständnis für ein städtisches Commoning jenseits von Markt und Staat. Bereitschaft, aufgrund der vermittelten theoretischen Grundlagen reale Utopien des urban commoning in der städtischen Realität aufzufinden und explorativ zu erkunden.

Das Seminar finden ab Mai bis Semesterende statt und hat deshalb Blockseminar-Charakter (z.B. vierstündigen intensive Blocks).

Evaluation

An evaluation was registered for this course

Further information on teaching evaluation: https://www.leuphana.de/en/teaching/quality-management/evaluation/course-evaluation.html

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