Termine
| wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 07.04.2026 - 07.07.2026 | C 40.255 Seminarraum |
| Einzeltermin | Fr, 17.04.2026, 14:00 - Fr, 17.04.2026, 18:00 | extern |
| wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 26.05.2026 - 07.07.2026 | C 40.255 Seminarraum |
| Einzeltermin | Fr, 29.05.2026, 14:00 - Fr, 29.05.2026, 18:00 | extern |
| Einzeltermin | Fr, 03.07.2026, 10:00 - Fr, 03.07.2026, 20:00 | extern |
Studienplankontext
Schriftliche Reflektion (30%)
Wiederholungstermin: Zu dieser Prüfung wird kein Wiederholungstermin angeboten, da sie didaktisch untrennbar mit einer der zugeordneten Lehrveranstaltungen verbunden ist. Die Wiederholung der Prüfungsleistung ist somit erst bei erneutem Modulangebot möglich.
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung endete am 07.4.2026 um 23:59 Uhr
Personen
Inhaltliches
Kunst im öffentlichen Raum steht heute zunehmend vor der Frage, wie sie gesellschaftliche Realität beeinflussen und transformieren kann. Kollektive, prozessorientierte und interaktive ästhetische Interventionen wirken zunächst oft als Störung, können langfristig jedoch Impulse für soziale und städtische Veränderungsprozesse setzen.
Im Seminar untersuchen wir unterschiedliche Modelle und Ausdrucksformen künstlerischer Eingriffe im Stadtraum. Ausgangspunkt ist ein Rückblick auf zentrale Protagonist:innen gesellschaftskritischer Kunst im urbanen Kontext, etwa Joseph Beuys’ Baumpflanzaktion in Kassel. Dabei steht die Frage im Zentrum: Welche Rolle kann Kunst als Auslöser gesellschaftlicher und urbaner Prozesse spielen? Inwiefern vermag sie Transformationen anzustoßen, die anderen Disziplinen weniger effektiv gelingen, und wie nachhaltig wirken ästhetische Interventionen im öffentlichen Raum? Das Seminar beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen künstlerischen Konzepten und deren Einfluss auf städtische Strukturen sowie deren Dynamisierung.
Im Seminar werden Konzepte entwickelt, exemplarisch experimentell erprobt und reflektiert. Kollektive, prozessorientierte und interaktive Interventionen erscheinen dabei zunächst irritierend, entfalten ihre Wirkung jedoch langfristig als Impulsgeber für gesellschaftliche und städtische Veränderung.
Im Rahmen des Hamburger Architektur Sommer 2026* ist die Realisierung einer urbanen Intervention auf dem Stübenplatz in Hamburg-Wilhelmsburg geplant. Der öffentliche Raum wird dabei als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen verstanden - eine Funktion, die dem Stübenplatz als zentralem Ort im Reiherstiegsviertel in besonderer Weise zukommt.
Die Intervention trägt den Titel „Das Wohnzimmer Wilhelmsburg“ und soll unterschiedliche historische Phasen des Stadtteils reflektieren:
1910er/20er Jahre – Enge und Lebensrealitäten der Industriearbeiter:innen
1950er/60er Jahre – Wiederaufbau und das Trauma der Sturmflut
1980er/90er Jahre – Multikulturalität und Widerstand
2010er/20er Jahre – „Das neue Wilhelmsburg“ (IBA)
*Der Hamburger Architektur Sommer ist ein mehrmonatiges Festival (Mai - Juli), das Hamburg regelmäßig zur Bühne für zeitgenössische Architektur, Stadtentwicklung und Baukultur macht. Mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Interventionen im Stadtraum bringt er Architekt:innen, Stadtplaner:innen, Kulturakteur:innen und Öffentlichkeit zusammen. Im Fokus stehen aktuelle Fragen des Bauens und Wohnens, urbane Transformationen und die Rolle von Architektur für eine nachhaltige Stadtgesellschaft.
Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu vermitteln, welche zentrale Bedeutung künstlerisches Engagement beim Neudenken urbaner Prozesse und bei der Neudefinition öffentlicher Räume hat. Zugleich verlassen die Studierenden die rein analytisch-theoretische Ebene und gewinnen durch praktische Erfahrungen Einsichten, die sie für die eigene künstlerische Praxis sowie deren Verortung im gesellschaftlichen Kontext fruchtbar machen können.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html