Termine
| wöchentlich | Donnerstag | 08:30 - 10:00 | 26.10.2026 - 29.01.2027 | C 16.030 Werkstatt | Einzeltermine im Januar / Februar folgen |
| Einzeltermin | Do, 28.01.2027, 08:15 - Do, 28.01.2027, 09:45 | C 16.030 Werkstatt | Projektpräsentationen |
Studienplankontext
Organisatorisches
Anmeldung
Die Anmeldung beginnt erst am 02.10.2026 um 08:00 Uhr. Sie endet am 12.10.2026 um 23:59 Uhr.
Personen
Inhaltliches
„Wie kann Bildung Aufklärungsarbeit gegen Faschismus leisten?“
Diese Frage wurde 2025 zwei engagierten Lehrkräften in Hessen gestellt. Ihre Antworten in Form eines kurzen Interviews können in einer aktuellen Ausgabe der AStA-Zeitung nachgelesen werden:
https://asta-zeitung.de/artikel/bildung-gegen-faschismus
Das kurze Interview gibt einen Einblick in unser Thema: Demokratiebildung zu fördern und Diskriminierungen zu minimieren als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe (und nicht die Aufgabe eines einzelnen Faches). Gleichzeitig können pädagogische Methoden aus dem Fach Kunst sehr hilfreich sein, um sich dieser Aufgabe anzunähern – insbesondere Ansätze wie die Förderung von Empathie und Perspektivwechsel, die Fähigkeit, Ambiguitäten auszuhalten, sowie das Vertrauen in die eigene Erfahrung und Intuition.
Dafür werden wir verschiedene Quellen lesen, die eine aktuelle Definition von Faschismus bieten und den historischen Hintergrund seiner Weiterentwicklung seit dem europäischen Faschismus der 1930er- und 1940er-Jahre beleuchten. Dabei wird deutlich werden, dass heutige Erscheinungsformen des Faschismus etwas anderes sind als die Regime Hitlers oder Mussolinis. Darüber hinaus werden wir Strategien aus Kunst und ästhetische Praxis untersuchen, um besser zu verstehen, wie diese Bereiche Räume des Widerstands gegen faschistische Ideologien eröffnen und wie entsprechende Ansätze auch in andere Unterrichtsfächer integriert werden können.
Jonathan Crary, 24/7: Schlaflos im Spätkapitalismus, 2014.
Musa Deli, Unsichtbare Mauern: Warum unser Paradigma der Integration scheitert – und Migration Zukunft statt Bedrohung bedeutet, 2026.
Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, 1973.
Dagmar Herzog, Der neue faschistische Körper, 2025.
bell hooks, Die Welt verändern lernen. Bildung als Praxis der Freiheit, 1994/2023.
bell hooks, Männer, Männlichkeit und Liebe. Der Wille zur Veränderung, 2004/2022.
Alberto Toscano, Spätfaschismus. Rassismus, Kapitalismus und autoritäre Krisenpolitik, 2025.
Ziel des Seminares wird es sein, gemeinsam Kriterien für eine antifaschistische pädagogische Praxis zu identifizieren und auszuarbeiten, unabhängig von einzelnen Unterrichtsfächern, und diese praktisch umzusetzen.
Dies soll durch die gemeinsame Entwicklung eines Projekts mit Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg-Harburg geschehen, in dem wir die im Seminar erarbeiteten Ansätze erproben.
Evaluation
Weitere Informationen zur Lehrevaluation: https://www.leuphana.de/lehre/qualitaetsmanagement/evaluation/lehrveranstaltungsevaluation.html